Vogel fuhr schon für die ZG Kassel

Radsport: Ahnataler Kevin Vogel ist unter den besten zehn Deutschen

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In bestechender Frühform: Der Ahnataler Vorzeige-Fahrer Kevin Vogel ist zu Saisonbeginn in der nationalen Rangliste auf Augenhöhe mit den Radsport-Stars.

Kassel. Der amtierende Hessenmeister steht als Neunter in der nationalen Rangliste nur knapp hinter den Weltklassesprintern André Greipel, John Degenkolb und Niklas Arndt.

„Cool, zu Anfang der Saison so weit vorn zu liegen. Um mich herum nur Spitzenprofis“, sagt Vogel, der beim RSC Weimar begann und auch für die ZG Kassel fuhr, nicht ganz ohne Stolz. Zum Auftakt der Saison sammelte der amtierende Militär-Europameister beim UCI-Mehretappen-Rennen Tour de Zibans in Algerien gleich kräftig Punkte auf internationaler Ebene. Die Etappen-Plätze 15, 13 und acht brachten ihm in der Gesamtwertung den zwölften Platz ein – nun steht er in der nationalen Rangliste knapp hinter den deutschen Radsportstars.

„Momentan ein schönes Bild, das sich natürlich noch ändern wird, wenn die Saison richtig anläuft.“ Klar, die Profis werden dann ihre Punkte in den Rennen sammeln. Die fahren für Vogel „in einer anderen Liga“. Aber auch der lupenreine Amateur, der in der Endabrechnung 2017 zu den Top 50 gehörte und einer der stärksten Amateurradsportler Deutschlands ist, hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen.

Auf alle Fälle gehörte der 28-jährige Regio-Team-Fahrer der MT Melsungen bei der Tour de Zibans zu den aktivsten Fahrern und zeigte sich auf jeder Etappe in diversen Ausreißergruppen. Das Wintertraining mit starken Profis um Johannes Fröhlinger (Team Sunweb) trägt also Früchte.

Der Sieg in Algerien war an den deutlich führenden Youcefin Reguigui vergeben, aber dahinter lagen 17 Fahrer zeitgleich, darunter Vogel. Wenige Kilometer vor dem Ziel setzte er eine beherzte Attacke. Mit zwei Begleitern sah es aussichtsreich aus, und die Chance war da, dass Vogel in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang landen könnte. Doch auf den letzten Kilometern schmolz der Vorsprung. Der Ahnataler wurde schließlich Achter und damit Zwölfter in der Gesamtwertung.

„Ich hab die Rundfahrt eher als eine Möglichkeit angesehen, meine Form für die ersten Rennen in Deutschland aufzubauen. Aber nach diesen Ergebnissen bin ich natürlich noch motivierter“, sagt Vogel. Und nimmt auch mit Blick auf die Rangliste für 2018 viele Siege und Podiumsplatzierungen ins Visier. Denn er will nicht nur seinen Hessenmeistertitel verteidigen. 

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