Radrennfahrer Willi Huy mit 83 Jahren gestorben

Leben auf dem Rad

So kannte man ihn: Der Kasseler Radrennfahrer Willi Huy. Foto:  privat

Kassel. Er war nach dem Krieg einer der besten Radrennfahrer weit über Kassels Grenzen hinaus, jetzt starb er im Alter von 83 Jahren. Willi Huy war über 55 Jahre Mitglied der Zweirad-Gemeinschaft Kassel und des Bundes Deutscher Radfahrer. Zudem verstärkte er Jahrzehnte den RSC Weimar-Ahnatal.

Seine sportliche Laufbahn begann er mit 19 Jahren gleich als Amateurfahrer im damaligen Radfahrerverein 1908 Rothenditmold. Ob auf Straße, Bahn oder im Gelände, Willi Huy war in allen Bereichen erfolgreich. Den ersten großen Erfolg feierte er 1952 mit einem Sieg auf dem Kasseler Rundkurs „Rund um die Goetheanlage“. Ein erster Platz beim Conti-Preis in Hannover, das gute Abschneiden bei der Deutschen Straßenmeisterschaft 1958 in Kassel und der Gewinn der Hessenmeisterschaft im Querfeldeinfahren 1962 am Kasseler Hegelsberg waren weitere Meilensteine seiner Karriere.

Sein Tatendrang wurde allerdings immer wieder durch eine heimtückische und viel zu spät erkannte Krankheit eingeschränkt, die ihn auch früh zum Rentner werden ließ. Willi Huy hat nie ein Auto besessen, dafür aber weit über 500 000 Kilometer auf dem Rennrad zurück gelegt. Nie wurde Ihm ein Rad gestohlen, er hat eben immer darauf gesessen.

Die älteren Kasseler Radsportfreunde werden den Verstorbenen als einen stets fairen, hilfsbereiten und kontaktfreudigen Sportsmann in guter Erinnerung behalten. Willi Huys Ehefrau war bereits in diesem Jahr gestorben, er hinterlässt eine Tochter. (ws)

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