Motor des Radsports: Früherer Bezirksvorsitzender Hartmut Kamphausen wird 80

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Wird heute 80 Jahre: Hartmut Kamphausen.

Fuldatal. Kein Zweifel, ohne Hartmut Kamphausen hätte der Radsport an sich und speziell in Nordhessen einen Förderer und Motor weniger gehabt. Knapp 30 Jahre stand er dem Bezirk als Vorsitzender vor, über 40 Jahre war er in vielen Positionen im Bezirksvorstand tätig. Kamphausen, selbst einmal im Radball und im Kunstradfahren aktiv, feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Als im November 1968 der Bezirk in der Kasseler Stadthalle die Hallenradsport-Weltmeisterschaften ausrichtete, war Kamphausen im Organisationsteam dabei. Und wurde als Mitarbeiter „entdeckt“. Bis zum Januar 2010 war Kamphausen in verschiedensten Funktionen in seinem Verein RSV Flottweg, dessen Ehenvorsitzender er heute ist, und im Bezirk tätig, unter seiner Ägide als Vorsitzender bewegten sich nicht nur die Räder.

Das Rennen „Rund um die Märchenmühle“, der Martini-Radcup, der Kasseler Radcup oder die Sternfahrt zu Hessenkampfbahn wurden von ihm initiiert bzw. mitorganisiert.

Natürlich sind es die Ereignisse selbst, die die Arbeit Kamphausens im Bezirk geprägt haben, hängen geblieben sind aber auch viele Geschichten am Rande. So erinnert sich der gebürtige Mengeringhäuser mit einem Schmunzeln an die WM 1968: „Eine Stunde vor dem Abschlussabend fiel auf, dass die Hauptorganisatoren vergessen hatten, für diesen eine Musikkapelle zu besorgen. Ich habe es dann noch kurzfristig geschafft, ein Trio aus Kaufungen zu verpflichten und der Abend war gerettet.“ Ein Novum sei damals gewesen, dass man im großen Saal der Stadthalle rund um die Spielfläche der Radballer bzw. die Fahrfläche der Kunstradfahrer Tribünen aufgebaut hatte. Schließlich wollten die Finals 3000 Zuschauer sehen.

Wer wie Kamphausen intensiv im Sport gelebt und gearbeitet hat, wird berechtigterweise auch oft ausgezeichnet. Stellvertretend für viele sportliche Ehrungen seien die Goldene Sportplakette der Stadt Kassel aus dem Jahre 2010 und die goldenen Nadeln von Flottweg, des Landesverbandes und des Bundes Deutsche Radfahrer (BDR) genannt. Das Land Hessen verlieh Kamphausen, der auch engagierter Betriebsrat bei der Siemens AG und der EAM Kassel war, den Ehrenbrief.

Als Arbeit im eigentlichen Sinne will Kamphausen sein vielfältiges Engagement aber nicht bezeichnen. „Das war ein Hobby, das Spaß gemacht hat“, sagt er. Und so ganz lässt er ja auch nicht von seinem Sport. Kamphausen kümmert sich jetzt um das vierteljährliche BDR-Informationsheft. Und dass er selbst noch Rad fährt, muss wahrscheinlich nicht extra erwähnt werden.

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