Regio Team MT Melsungen

Hans Hutschenreuter ist der König der nordhessischen Berge

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Dreht in Nordhessen seine Runden: Hans Hutschenreuter vom Regio Team der MT Melsungen. 

Reguläre Rennen sind noch nicht in Sicht. In den meisten Sportarten ist noch nicht einmal normales Training möglich. Da haben es die Radsportler besser, weil sie auch alleine gut üben können und die Straßen weiterhin leerer sind als üblich. Hans Hutschenreuter und das Regio Team der MT Melsungen sind weiterhin voll im Wettkampfmodus.

Die Spitzenfahrer der MT halten ihre Form, die sie Anfang März beim Herforder Frühjahrspreis unter Beweis stellten, ehe auch ihnen Corona ein Strich durch die Rechnung machte. Da landete Hutschenreuter als 19. unmittelbar hinter seinen Teamkollegen Kevin Vogel und Axel Hauschke. Und verpasste nur knapp eine Top-15-Platzierung, die wertvolle Punkte für die Rangliste bringt. 31 Platzierungen holte der 39-Jährige in den vergangenen zwei Jahren. In der Elite-Klasse, der höchsten Liga im Amateurradsport.

Hutschenreuter ist ein echter Tempobolzer. Der möglichst hohe Gänge schnell treten und dabei enorme Wattzahlen erreichen kann. Seit 2016 im Trikot der MT. Seite an Seite mit Altstar Hauschke, mit dem er sich 2021 bei der Senioren-DM beweisen möchte. Durchaus liebäugelnd mit einem Platz auf dem Podium. Um als ehemaliger Mountainbiker des KSV Baunatal dort angreifen zu können, ist Wettkampfpraxis Pflicht. Und die holt er sich in „Hutsches Revier“. Das sind der Schwalm-Eder-Kreis und die Region Kassel. Hier ist er ein König der Berge.

So sieht Strava aus: Ein Streckenprofil mit Werten von Hans Hutschenreuter.  

Das sogar belegt. Denn Hutschenreuter ist ein KOM-Jäger. KOM steht für King of the Mountains. König der Berge eben. Auszeichnungen, die es auf Strava gibt. Das ist die Plattform der Radsportler. Ein kostenloses Portal, auf dem sich Jeder mittels Handy, GPS-Uhren und herkömmlichen Fahrradcomputern registrieren und somit mit Kontrahenten messen kann. Gut möglich, dass einem guten Amateur als Vergleich Pascal Ackermann angezeigt wird. Der 26-Jährige, der als erster Deutscher in der Geschichte des Giro d’Italia die Punktewertung gewann. Ackermann fuhr 2019 während der Deutschland Tour nämlich auch erfolgreich durch Nordhessen.

Ziele gehen ihm nicht aus

Hans Hutschenreuter nutzt Strava schon lange. Kilometer, Geschwindigkeit, Höhenmeter, Puls und Wattzahlen. Alles wird gespeichert, um die Werte von Jahr zu Jahr vergleichen zu können. Doch nie war es so wertvoll wie jetzt. „Ich kann mir so für Trainingseinheiten ein Ziel setzen, unter einer vorgegebenen Zeit einen bestimmten Abschnitt möglichst schnell zu bewältigen. Wenn dann andere nachlegen, stachelt man sich gegenseitig an und kann sich zu höheren Leitungen animieren“, sagt der Polizist, der erst mit Anfang 30 zum Rennradsport kam.

Der hat ihn dann umso mehr gepackt. 2018 wurde er Hessischer Vizemeister am Berg und auf der flachen Zeitfahrstrecke. Mit Heimvorteil hat er auch schon den Gesamtsieg beim Rohloffcup gelandet. Aktuell ist er der ungekrönte König der Kasseler Berge und des Schwalm-Eder-Kreises. Die Ziele gehen Hans Hutschreuter so schnell nicht aus.

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