Radsport

Radsportlerin Hannah Buch fährt zum deutschen U 19-Meistertitel

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Auf dem Kurs durchs Eichsfeld: Hannah Buch vom Tuspo Weende wird Deutsche Meisterin im U 19-Einzelzeitfahren über 17 Kilometer. 

Hannah Buch ist Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren. Die 17-jährige Radsportlerin vom Tuspo Weende holte bei den Heim-Titelkämpfen in Esplingerode souverän die Goldmedaille.

Insgesamt nahmen 140 Radsportlerinnen und Radsportler bei besten Bedingungen an dem Renntag teil, der vom Tuspo Weende und dem VCE Duderstadt durchgeführt worden ist.

„Es war wirklich ein bewegender Moment, als Hannah ganz oben auf dem Podium stand und die Nationalhymne gespielt wurde. Allein dafür hat sich alles, was wir auf uns genommen haben, gelohnt“, sagte Nicole Kohlrautz vom Organisationsteam. Insgesamt sei sie mit dem Ablauf, abgesehen von zwei Stürzen, „total zufrieden“ gewesen.

Allen Grund, zufrieden zu sein, hatte natürlich auch die Lokalmatadorin Buch: Sie absolvierte die 17 Kilometer im U19-Rennen um den „NOMAS Corporate Finance“-Preis in schnellen 24:38 Minuten. Damit lag die Göttingerin zehn Sekunden vor der Titelverteidigerin Paula Leonhardt und eine halbe Minute vor Selma Lantzsch (beide RG Berlin/Brandenburg).

„Es gab lange Zeit keine Rennen, man wusste nicht genau, wo man steht. Ich habe seit November viel investiert – und es ist toll zu sehen, dass sich das ausgezahlt hat“, strahlte die frisch gebackene Deutsche Meisterin. In ihrem persönlichen Kampf gegen die Uhr habe Buch zwar keine Zwischenzeiten erfahren, aber „schon gemerkt, dass es unterwegs echt gut läuft“.

Im Rennen der männlichen U 19 um den „BMW-Autohaus Leinetal“-Preis konnten die heimischen Fahrer erwartungsgemäß zwar kein Wörtchen um den Titel mitreden. Die drei Tusporaner Jarno Kelzewski (70.), Maximilian Lange (81.) und Michael Streicher (85.) erhielten im Start-Ziel-Bereich in Esplingerode dennoch immer wieder wohltuenden Applaus.

Im Wettkampf über 25,5 Kilometer setzte sich mit Marco Brenner aus Bayern der Vorjahressieger und Topfavorit durch. Er benötigte gerade einmal 32:30 Minuten, was einem Durchschnittstempo von über 47 Stundenkilometern entspricht. Damit lag er vor seinem Teamkollegen Luis-Joe Lührs und dem Badener Moritz Czasa.

Ein Selbstläufer war die Titelverteidigung aber keineswegs. „Die Strecke war anspruchsvoll. Und ich hatte das Gefühl, dass der Wind gegen Ende stärker wurde“, betonte der WM-Dritte von 2019. Er sei zügig gestartet. „Dann habe ich in der zweiten Runde etwas rausgenommen, um in der dritten nochmal reinzutreten“, verriet der Augsburger.

Brenner sprach von einem „gut organisierten Rennen, auch die Abstandsregeln wurden eingehalten“. Dieser Punkt wurde beispielsweise bei der denkwürdigen Siegerehrung deutlich, bei der die Sportlerinnen und Sportler sich selbst ihre Ehrengaben nehmen mussten.

Mächtig Lob erhielten der VCE Duderstadt und Tuspo Weende sowie ihre insgesamt rund 60 Helferinnen und Helfer auch von den Verantwortlichen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR).  gsd

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