Transalp: Besser feiert am Gardasee mit Partner Peter Vesel souveränen Erfolg in der Grand Master Wertung

Thorsten Damms großer Sieg

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Arm in Arm erfolgreich: Thorsten Damm (links, Team Scott Fahrradladen Gudensberg) und Peter Vesel bei ihrem Sieg am Gardasee in Italien. 

Riva del Garda/Besse. „Das ist für mich ein kleiner Ritterschlag“, frohlockt Thorsten Damm. Der 52-Jährige hat einen seiner größten Erfolge gelandet.

Beim siebentägigen Mountainbike-Etappenrennen Bike Transalp hat Damm zusammen mit dem Slowenen Peter Vesel die Grand Master Wertung gewonnen.

Im vergangenen Jahr hatten der Routinier aus Edermünde-Besse (Team Scott Fahrradladen Gudensberg) und sein Partner trotz fünf Etappensiegen noch mit dem zweiten Rang hinter den Eidgenossen Hansjürg Gerber/Daniel Annaheim Vorlieb nehmen müssen, weil ihnen zwei Defekte die entscheidenden Minuten gekostet hatten. „Jetzt haben wir endlich die Schweizer-Seriensieger geschlagen“, freute sich Damm.

544,80 Kilometer und 17.987 Höhenmeter über den Alpenhauptkamm galt es zu überwinden. 420 Teams in sieben verschiedenen Klassen kamen durch. Damm/Vesel wurden in 26:15.03,1 Stunden insgesamt 17. und hatten in der Grand Master Wertung am Ende knapp 27 Minuten Vorsprung auf Gerber/Christen.

Mit der Königsetappe von Mayrhofen (Österreich) nach Brixen (Italien) ging es gleich zum Auftakt zur Sache. „Unsere Taktik war es, verhalten zu starten, aber nicht allzu viel Zeit auf die Vorjahressieger zu verlieren“, sagte Damm. Mit etwa fünf Minuten Rückstand nach 105 Kilometern waren beide im Soll. Tags darauf musste nach St. Vigil in Südtirol der längste Anstieg der Transalp-Geschichte in Angriff genommen werden. Es ging rauf bis auf 2350 Meter Höhe und gemeinsam mit den Rivalen aus der Schweiz ins Ziel.

Auf der Dolomiten-Etappe am Sella und Langkofel vorbei wagte das deutsch-slowenische Duo den Angriff – und wie. Zehn Minuten Vorsprung erkämpften sie sich nach St. Christina. Und weil ihre ärgsten Rivalen durch einen Kettenriss weitere zehn Minuten verloren, wurde der erste Etappensieg mit dem Grünen Trikot der Führenden garniert.

Das beflügelte Damm/Vesel. 68 Kontrahenten hatten sie allein in ihrer Klasse. Einige versuchten, sie auf der vierten Etappe nach Kaltern am See zu attackieren. Erfolglos. Die Männer in grün setzten am Anstieg sogar einen Gegenangriff an und heimsten mit sieben Minuten Vorsprung einen weiteren Etappensieg ein.

Fauxpas war kein Problem

Da konnte das Duo einen Fauxpas verkraften: Auf dem Weg nach Trient, der Hauptstadt der autonomen Region Trentino-Südtirol, verpassten sie auf einer schnellen Abfahrt den richtigen Abzweig und fuhren eine steile Abfahrt herunter. Damm/Vesel blieben ruhig und behaupten mit 20 Minuten Vorsprung ihre Gesamtführung. Der Rest war Formsache. Von Trient nach Lavarone auf der sechsten und nach Riva del Garda am Gardasee auf der siebten Etappe gab es zwei weitere Erfolge – und den Gesamtsieg. (sbs)

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