Bilstein-Bike-Marathonsieger Leonard Heidenreich sprang im 70-Kilometer-Rennen einmal die Kette ab

Triumph trotz Missgeschick

Die Besten: Lennard Heidenreich (links) siegte vor Laurenz Beck (rechts) und Max Feger über 70 Kilometer.

Grossalmerode. „Das ist meine absolute Lieblingsstrecke“, sagte Lennard Heidenreich aus Salzgitter als Sieger der Strecke über 70 Kilometer beim Bilstein-Bike-Marathon der TG Großalmerode. Der 22-Jährige, der diesen Bike-Marathon schon vor fünf Jahren das erste Mal bewältigte, fuhr mit über 25 km/h zudem die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit auf der abwechslungsreichen Strecke. Und diese war mit vielen Singletrails und Anstiegen bis zu 20 Prozent sowie Downhills mit Wurzeln und Steinpassagen gespickt.

Dabei sprang ihm in der ersten Runde über 35 Kilometer mit 900 Höhenmetern sogar einmal die Kette ab, sodass er zunächst die Spitze ziehen lassen musste. In der zweiten Runde konnte er aber die Lücke zufahren und sogar noch einen Vorsprung von drei Minuten auf den Zweitplatzierten Laurenz Beck aus Eschwege herausfahren.

Das Rennen auf der Langstrecke über 105 Kilometern mit 2700 Höhenmetern wurde erst kurz vor dem Ziel entschieden. Zum Schluss hatte Alexander Rebs mit 4:16,35 Stunden auf den letzten Kilometern gerade einmal drei Sekunden Vorsprung auf Florian Gaul und Tobias Schmidtmann herausgefahren. Acht Kilometer zuvor spurteten alle drei im Gleichschritt noch gemeinsam den Bilstein Singletrail mit 20 Prozent Steigung hinauf.

Auf der einfachen Runde über 35 Kilometer mit 900 Höhenmetern, auf der mit 138 Fahrern die meisten Teilnehmer starteten, triumphierte Tim Christoph Stahnke in 1:25,27 Stunden vor dem Baunataler René Hördemann und Thorsten Ludolph. Sie profitierten vom Pech von Leonhard Wehe und weiteren Fahrern, die auf einer abschüssigen Strecke trotz vorrausfahrendem Cross-Motorrad den Einstieg in einen Singletrail verpassten und zum Schluss drei Kilometer mehr auf dem Tacho hatten. Trotz alledem reichte es für Leonhard Wehe aus Haldern noch zu Platz fünf mit lediglich drei Minuten Rückstand. Er sah es gelassen und will auch im nächsten Jahr wieder kommen: „Toll, dass diese Veranstaltung wieder da ist“, so der Kommentar nach seinem Missgeschick.

Sonderwertung E-Bike

Erstmals wurden auch die E-Biker in einer Sonderwertung auf der 35-Kilometer Marathonstrecke zugelassen. Mit 1:21,05 Stunden fuhr hier Michael Eck die schnellste Runde und wurde mit vier Minuten Vorsprung Sieger. Auf der Hobbystrecke über 21 Kilometer und immerhin 500 Höhenmetern gewann Mario Herbach in knapp unter einer Stunde vor dem Fuldabrücker Manuel Jurczek und Markus Strauß von den Harzer Luchsen.

Bei den Kinderrennen der Altersklasse U 13 über 8,5 Kilometer dominierte der Witzenhäuser Nils Stakelies mit zwei Minuten Vorsprung vor Freda Appel und Leon Hahn. Für die Kinder unter elf Jahren hatte der Veranstalter eine 2,5 Kilometer Runde vorbereitet, die zwei oder dreimal zu durchfahren war. In der Klasse U 11 über 7,5 Kilometer setzte sich Mats Hesse von der Bike Academy Eltmannshausen durch, und in der Klasse U 9 über fünf Kilometer hatte Artis Lemmertz aus Hessisch Lichtenau die Nase vorn. (znb)

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