Fahrer des Regio Teams der MT gewinnt Einzeltitel bei Militär-Europameisterschaft – zuvor in Tieringen erfolgreich

Vogel in der Form seines Lebens

Militär-Europameister: MT-Fahrer Kevin Vogel, der mittlerweile zu den stärksten deutschen Amateurfahrern zählt. Foto: privat

Amersfoort. Kevin Vogel, Spitzenmann des Regio Teams der MT Melsungen, ist in der Form seines Lebens. Nach zuletzt zwei zweiten Plätzen bei den Rennen in Wuppertal und Beckum sowie einem Sieg in Tieringen setzte der Ahnataler noch einen drauf: Der amtierende Hessenmeister im Straßenradsport sicherte sich in Amersfoort/Holland den Titel als Militär-Europameister.

Das Einzelrennen führte über 95 Kilometer mit 1000 Höhenmetern, wobei sich der MT-Fahrer gleich zu Beginn mit zwei Franzosen und einem Slowenen absetzen konnte. Allerdings wurden die vier dann durch starke Nachführarbeit des holländischen und des belgischen Teams zur Mitte des Rennens wieder eingeholt. Nun war auch Teamkollege Marcel Kalz mit in der Spitzengruppe und konnte Vogel unterstützen. Zusammen mit drei Franzosen fuhr er zwölf Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke.

„Das war hart, denn ich war auf mich allein gestellt“, erklärte Vogel. Seine Mitausreißer attackierten abwechselnd an der Windkante und am Berg, um ihn abzuschütteln, doch er blieb dran. Mehr noch. Als einer der Franzosen am Berg den Anschuss verlor, gelang Vogel das Kunststück, die beiden Franzosen im Sprint stehen zu lassen und mit deutlichem Vorsprung jubelnd über die Ziellinie zu fahren. Hinter ihm mussten sich Bastien Duculty und Benoit Sinner (beide Profis vom Team „Armee de Terre“), die tags zuvor noch Teamgold im 25 km-Mannschaftszeitfahren (vor Deutschland und Holland) geholt hatten, mit Silber und Bronze zufriedengeben.

„Was für ein Erfolg für Kevin, aber auch für den nordhessischen Radsport“, freute sich Dieter Vaupel, der Sportliche Leiter des Regio Teams, der seinen Schützlinge „im Moment zu den stärksten Amateurradsportlern in Deutschland zählt“.

„Das war hart, denn ich war auf mich allein gestellt.“

Kevin Vogel

Das hatte Vogel zuvor schon beim Rundstreckenrennen in Tieringen über 78 Kilometer unter Beweis gestellt. Wieder ging seine Strategie, sich zu einem frühen Zeitpunkt im Rennen gemeinsam mit einem anderen Fahrer abzusetzen, auf. Die beiden arbeiteten gut zusammen und schafften bis zur Rennmitte die Überrundung des gesamten Feldes. Den Sprint konnte Vogel wieder einmal für sich entscheiden.

Vierter Saisonsieg

Das war sein mittlerweile vierter Sieg in diesem Jahr. Hinzu kommen mit sieben zweiten und fünf dritten Rängen weitere Podiumsplätze. (ohm)

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