Nach drei zweiten Plätzen

Huber endlich am Ziel: Schweizer gewinnt Willinger Marathon-Klassiker

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Freihändig ins Ziel: Urs Huber drückte dem Willinger Bike-Marathon im fünften Anlauf seinen Stempel auf.

Willingen. Läppische 14 Hundertstelsekunden hatten ihm beim Willinger Bike Festival 2017 zum Sieg gefehlt. „Das ist ein Marathon-Klassiker, den muss man mal gewonnen haben“, sagte Urs Huber diesmal.

Nach zuvor drei zweiten Plätzen hatte der 32-jährige Schweizer im Upland nach 4:39:30 Stunden so überlegen die Hatz über 116 Kilometer mit 3200 Höhenmetern gestaltet, dass er im Ziel nicht einmal nach Luft schnappte.

Gegen Ende der ersten Runde hatten sich Huber und Sascha Weber abgesetzt und arbeiteten auf der mittleren Schleife gut zusammen. „Anfang der dritten Runde habe ich gesehen, dass er am Limit fährt“, sagte Huber, der seinen Gegner stets im Blick hatte. Ganz sicher war er sich aber nicht, „ob er nicht vielleicht doch nur simuliert oder taktiert“. Dem war aber nicht so. Weber, im Vorjahr noch Dritter, musste abreißen lassen und wurde am Ende mit einer Viertelstunde Rückstand nur Sechster.

Den Sprint um Platz zwei gewann der Frankfurter Tim Böhme (4:44:04) mit einer Sekunde Vorsprung vor Konny Looser, einem weiteren Schweizer. „Ich konnte immer meinen Rhythmus fahren“, bilanzierte Huber, der knapp 30 000 Kilometer pro Jahr auf Rennrad und Mountainbike sitzt, und lobte die neue Streckenführung: „Kurze, knackige Anstiege, dazu viele Trails, einfach optimal.“ Allerdings kamen nur 1001 Starter ins Ziel, gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um fast ein Drittel.

Ungeachtet dessen spielte auch ein heimisches Trio eine gute Rolle. Tobias Schmittmann (EGF Bunstruth Racing) kam als Zehnter mit 41:16 Minuten Rückstand ins Ziel. Auf den Rängen 12 und 13 landeten Adrian Horchler (5:25:08) und Andreas Kramer (beide Focus Rapiro Racing), vier Minuten zurück. Schnellste der sechs Frauen war Stefanie Dohrn aus Bergisch Gladbach in 5:45:48 Stunden.

Die mittlere Distanz über 88 Kilometer gewann der Niederländer Tim Smeege in 3:47:43. „Unterm Strich zufrieden“, war Florian Gaul (Bunstruth) als Siebter mit sieben Minuten Rückstand.

Bei den Frauen war Cemile Trommer aus Mühlheim nach 4:24:55 als Erste im Ziel. Die Vöhlerin Friderike Schnatz (Radwerk Usseln) wiederholte in 5:04:46 Rang fünf aus dem Vorjahr. Nelia Fuchs, begleitet von ihrem Mann Waldemar, wurde in 5:26:27 Neunte.

Weitere Ergebnisse im Internet: datasport.com

Zwischenmahlzeit: Lokalmatador Andreas Kramer wird 13. über die 116 Kilometer.

Pollack diesmal Zweiter

Stork ist vorn beim Sauerland-Giro

Nach seinem Sieg bei der Premiere im vergangenen Jahr musste sich Marius Pollack diesmal beim Sauerland-Giro mit Rang zwei begnügen. „Ich bin schon enttäuscht“, erklärte der Willinger Lokalmatador, der nach 120 Kilometern und 2000 Höhenmetern in 3:31:24 Stunden fast zwei Minuten Rückstand auf Pascal Stork (Koblenz) hatte.

Die Entscheidung in diesem Straßenrennen fiel auf der dritten von vier Runden am Anstieg von Hemmighausen hinauf nach Ottlar. Der spätere 90-Kilometer-Sieger Florian Hollandt zog auf seiner Schlussrunde das Tempo an und Stork hängte sich dran. „Ich hätte mitgehen können, aber ich habe gepokert“, sagte Pollack, der jedoch vergeblich auf einen Einbruch seines Rivalen gehofft hatte. Stork stand die letzten 30 Kilometer allein durch. Vielleicht wäre Pollack noch herangekommen, aber die anderen aus der Verfolgergruppe „haben die Füße hochgenommen“, erklärte der 24 Jahre alte Willinger.

Dritter wurde Biathlet Tom Gombert (SCW) über 90 Kilometerin 2:41:29 Stunden.

Verletzte Klopfleisch im Pech

Downhill-Ass nach Sturz ohne Chance

Nach Platz fünf im Vorjahr und als Dritte kürzlich in Winterberg hatte sie sich viel vorgenommen. Doch es kam anders: Nach einem Trainingssturz konnte Pia Klopfleisch beim Downhill Cup nur hinterher rollen.

„Es war nicht so schlimm“, erzählte die 23-Jährige , „ich bin hängen geblieben, über den Lenker geflogen und blöd mit einer Hand aufgekommen“. Gebrochen ist nichts, aber die Verstauchung schmerzte zu sehr für einen Angriff auf einen Podestplatz. Da nur zehn Frauen am Start waren, brachte selbst der letzte Platz noch Punkte für die Gesamtwertung. Also rollte die Willingerin in 2:29,8 Minuten ins Ziel; 12,4 Sekunden langsamer als Siegerin Alexandra Wohlgensinger (Schweiz).

Der schnellste Mann, Faustin Figaret (Frankreich), brauchte nur 1:53,3 Minuten.

Von Manfred Niemeier

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