Bike-Marathon: Rebs siegt über 95 Kilometer, Florian Gaul wird Dritter und Adrian Horchler Zweiter der U 19

Rebs darf plötzlich jubeln

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Traten beide über die mittlere Distanz an: Florian Gaul (links) wurde Dritter und Tobias Schmidtmann sicherte sich Rang vier.

Willingen. Damit hatte er nicht gerechnet: Der Frankenberger Alexander Rebs (Focus Rapiro Racing) siegte gestern beim Willinger Bike-Festival über die mittlere Distanz von 95 Kilometern. 3:59:03,6 Stunden saß der 34-Jährige im Sattel und durfte plötzlich jubeln – selbst für ihn überraschend. „Ich habe auf der Strecke gar nicht mitbekommen, dass ich um den Sieg fahre.“

Dabei war sich Rebs auch lange Zeit nicht sicher, welche Runde er fahren soll: „Das schwankte immer von Kilometer zu Kilometer. Zwischenzeitlich hatte ich auch die Idee, auf die lange Runde zu gehen. Das habe ich aber schnell wieder verworfen. Auch über die kurze Distanz habe ich nachgedacht.“ Dass er sich dann für die 95 Kilometer entschieden hat, lag an seinem Teamkollegen Klaus Reinisch, mit dem er gemeinsam die Ziellinie überquerte. Der Briloner siegte also ebenfalls, nur bei den Masters. „Wir sind gemeinsam in die zweite Runde gefahren und haben das Rennen dann zusammen durchgezogen. Mein Ziel war eigentlich nur ein Top-Ten-Platz. Ich bin total überrascht, dass es so super geklappt hat“, so Rebs.

Schnell unterwegs war auch Florian Gaul (EGF Bunstruth Racing). Der Gemündener wurde Dritter bei den Herren auf der mittleren Distanz (4:03:37 Stunden). „Es lief ganz gut, ich hatte nur mit einigen Krämpfen zu kämpfen“, so der 32-Jährige, der eigentlich an Rebs dranbleiben wollte. „Bei Kilometer 40 musste ich aber stoppen und meinen Reifen aufpumpen, dann war es zappenduster, da hatte ich keine Chance mehr. Trotzdem bin ich sehr zufrieden.“ Das war auch sein Teamkollege Tobias Schmidtmann, der auf Rang vier fuhr. Der 25-Jährige war 4:07:37,9 Stunden unterwegs. „Es war ganz schön brutal in der ersten Runde. Ich hatte Probleme, an Flo dranzubleiben. Deswegen habe ich dann mein Ding gemacht.“

Teamkollege Maik Gaube quälte sich auch über die mittlere Runde – mit Erfolg: Nach 4:39:53,6 Stunden hieß es Platz zehn bei den Masters. „Alles gut gelaufen, ich bin zufrieden“, sagte der 45-Jährige.

Noch eine Runde mehr war Teamkamerad Philipp Müller unterwegs: Der Korbacher nahm erstmals die lange Distanz über 121 Kilometer in Angriff. Sein Ziel: Unter 6:30 Stunden zu bleiben. Das gelang dem 32-Jährigen auch – seine Zeit: 6:28:47,1 Stunden und dafür gab’s Rang 25. Werner Boucsein wollte ebenfalls auf die lange Distanz gehen, doch bei Kilometer zwölf drängte den Löhlbacher ein anderer Fahrer vom Bike. Boucsein stürzte, Bremse und Reifen gingen kaputt. Deswegen fuhr er nur die kleine Runde und beendete diese als 22. bei den Grand Masters (3:03:01,3). Sein Teamkollege Willi Bornmann wurde nach 2:54:26,6 Stunden 15. dieser Klasse.

Der Korbacher Waldemar Fuchs (Team Langenberg Marathon) überquerte als erster heimischer Starter über die kurze Distanz die Ziellinie. Die Uhr stoppte für ihn nach 53 Kilometern bei 2:16:21,8 Stunden – damit sicherte er sich Rang vier bei den Masters. „Es ist gut gelaufen, die Strecke war weder zu trocken noch zu nass, optimale Bedingungen. Ich bin zufrieden“, sagte der 41-Jährige.

Keine zwei Minuten fehlen

Fuchs war gerade sieben Minuten im Ziel, da kam auch schon Adrian Horchler vom Radwerk Upland angefahren. Mit 2:23:20, Stunden sicherte er sich Platz zwei bei den Herren U 19. Keine zwei Minuten fehlten ihm auf Sieger Josep Reig Duran aus Spanien. „Es hat alles bestens geklappt“, sagte der 17-jährige Ottlarer.

Sein Teamkollege Mathias Göbel benötigte keine zwei Minuten länger – bei 2:25:04,4 Stunden blieb die Uhr für den Rattlarer stehen – Rang 37 bei den Herren. „Ich bin unter 2:30 Stunden geblieben, das war mein Ziel“, so der 23-Jährige. Der dritte im Bunde, Dominik Schüßler vom Radwerk Upland, wurde 42. bei den Herren. Nach 2:27:20,2 Stunden fuhr er ins Ziel. „Es war sehr, sehr hart. Ich bin dieses Jahr noch nicht so fit, deswegen bin ich auch nur die kleine Runde gefahren“, so der 23-Jährige.

Dann war es der Frankenberger Thomas Jeromin, der ins Ziel fuhr. Seine Zeit von 2:31:40,3 Stunden bedeuteten Platz zehn von 370 Masters. „Es lief besser als gedacht, ich bin gut durchgekommen“, so der 49-Jährige. Randolf Schott fuhr nach 2:40:44,1 Stunden auf Platz 23 bei den Masters. „Ich bin sehr zufrieden“, lautete sein Fazit.

Noch fünf Minuten schneller als Schott war der Korbacher Mario Hartmann unterwegs – seine Zeit: 2:35:02,7 Stunden. „Das war dieses Jahr mein erstes Rennen. Ich habe nicht viel trainieren können“, so der 35-Jährige. Sein Teamkollege Friedhelm Gaul wurde Vierter (Handicap) über die kleine Runde – seine Zeit: 3:57:05,8 Stunden.

Die Vöhlerin Friderike Schnatz sicherte sich den Sieg in der U 17 über 30 Kilometer. Nach 1:55:08,7 Stunden war sie im Ziel. Lara Bender vom Radwerk Upland benötigte 1:42:36,3 Stunden, damit wurde sie Zweite und die Willingerin Vanessa Bangert (2;42:16,4) fuhr auf Rang drei.

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