Ute Schmidt-Strewe trainiert nach Bandscheibenvorfall

Bewegung für Nordhessen: Mit Reha-Sport fit für den Alltag

In Aktion: Ute Schmidt-Strewe lässt sich von Dennis Hublitz den richtigen Umgang mit den Fitnessgeräten erklären. Foto: Paul

Kassel. Nach einem Unfall, einer Operation oder einer langen Krankheit gehen Patienten in eine Rehabilitations-Klinik. Dort werden sie auf den Alltag vorbereitet. Um aber wieder rundum fit zu werden, reicht das nicht unbedingt aus.

An dieser Stelle setzt Reha-Sport an. Leserin Ute Schmidt-Strewe nimmt für unsere Aktion „Bewegung für Nordhessen“ am Reha-Zirkel von Gesundheitssport Bad Wilhelmshöhe teil. Dabei steht ihr Dennis Hublitz, Übungsleiter Reha-Sport, zur Seite. HNA-Volontärin Theresa Ziemann besucht mittwochs die Zumba- und Pilates-Kurse in Kassel-Wilhelmshöhe.

„Fakt ist: Sport wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Und fast jeder Mensch kann und sollte sich auch bewegen“, sagt der 32-Jährige. Allerdings sollten sich Personen mit gesundheitlichen Problemen erst fachkundig beraten lassen, bevor sie loslegen. An dieser Stelle greift der Reha-Sport. „Obwohl die Kurse in der Gruppe stattfinden, stellen wir für jeden Teilnehmer ein gezieltes, gelenkschonendes Trainingsprogramm zusammen“, erklärt Hublitz. Es gehe dabei gleichermaßen um Kraft-, Ausdauer- und Rückentraining: „Hauptangriffspunkte sind Halswirbelsäule und Schultergürtelmuskulatur, je nach Bedarf aber auch Arme und Beine.“

Schmidt-Strewe hat sich nach einem Bandscheibenvorfall für die HNA-Aktion beworben. „Ich will endlich schmerzfrei werden“, sagt die 48-Jährige. „Um das zu erreichen, erscheint mir Reha-Sport als gute Ergänzung zu meinem Pilates-Kurs.“ Sie besucht freitags den Reha-Zirkel von Reha-Sport-Trainer Hublitz. „Dort bekomme ich ein Rundum-Sorglos-Paket aus Bauch- und Rückentraining“, schwärmt Schmidt-Strewe, die mit ihrer Familie in Kassel lebt. „Ich wollte gern sowohl an Geräten als auch auf der Matte gezielt an mir arbeiten. Beides bietet mir der Reha-Kurs.“ Dass Hublitz insbesondere das Mattentraining auf ihr Rückenproblem zugeschnitten hat, freut die 48-Jährige: „Er schaut genau, welche Übungen ich gut gebrauchen kann und was überhaupt nicht zu mir passt.“

Doch das ist selbstverständlich für den Übungsleiter Reha-Sport: „Das Training ist nicht auf Personen zugeschnitten, die bloß ihre sportliche Leistung steigern wollen“, erklärt der 32-Jährige. „Es geht vor allem darum, die Beschwerden der Teilnehmer bestmöglich aufzufangen und gezielt am Wiederaufbau der eigenen Gesundheit zu arbeiten.“ Dafür absolviert Schmidt-Strewe freitags ihr Zirkeltraining an zwölf unterschiedlichen Stationen mit je dreimaliger Wiederholung.

Hublitz findet dafür lobende Worte: „Sie kennt sich selbst am besten und weiß genau, was und wie viel sie sich zumuten kann.“ Neben ihrem Hauptziel, schmerzfrei den Alltag zu meistern, findet Schmidt-Strewe noch einen angenehmen Nebeneffekt am Training: „Ich werde fitter, und das kann ja nicht schaden.“

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