41. Auflage des Burgturniers in Nörten-Hardenberg

Nachwuchsreiterin Finja Bormann gewinnt die goldene Peitsche 

+
Die Goldene Peitsche bleibt in der Region: Finja Bormann auf „A crasy son of Lavina“ aus Harsum düpierten im wichtigsten Springen des Burgturniers die Konkurrenz.

Mit einem Außenseitersieg endete am Sonntagnachmittag der Große Preis um die Goldene Peitsche. Finja Bormann schnappte den großen Konkurrenten die Wandertrophäe vor der Nase weg.

Die 23 Jahre alte Nachwuchsreiterin aus Harsum bei Hildesheim war anschließend völlig aus dem Häuschen. „Das ist Wahnsinn, wie mein Pferd heute für mich gekämpft hat.“ 

Wahnsinnig gut war aber auch das, was Finja Bormann mit „A crazy son of Lavina“ in den wichtigsten Wettbewerben des Traditionsturniers ablieferte. Bereits am Samstag hatte das Paar im Championat eine Meisterleistung gezeigt und hinter Markus Beerbaum den zweiten Rang erreicht. Und ganz nebenbei avancierte die 23-Jährige auch noch zum Publikumsliebling. „Mein Großvater, mein Vater und mein Bruder sind schon beim Burgturnier geritten. Jetzt ist es unserer Familie endlich gelungen, die Goldene Peitsche zu gewinnen. Das war schon immer ein Traum von mir.“

„Finja Bormann und ihrem Wallach merkt man deutlich an, dass sie sich mögen. Das wirkt alles sehr harmonisch“, kommentierte Dr. Kaspar Funke von der veranstaltenden Escon-Agentur die Leistung des Siegerpaares, das im Stechen als Fünfte und Letzte antrat. Fehlerfrei unterbot Bormann die Zeit des bis dahin führenden Tobias Meyer mit „Gain Line“ (0 Fehler/37.82 Sekunden) um mehr als eine Sekunde auf 36.55 Sekunden – unter dem tosenden Applaus der mehr als 4000 Besucher in der ausverkauften Arena.

Tobias Meyer musste sich deshalb mit dem zweiten Rang begnügen. Doch auf ein so gutes Abschneiden hatte er nicht spekuliert. Den zwölf Jahre alten Wallach „Gain Line“ reitet Meyer erst seit vergangenem Mittwoch. „Ich habe mir ganz viele Videos von ihm angesehen. Er hat unheimlich viel Qualität, springen kann er jedenfalls ohne Probleme“, sagt der Peitschen-Zweite über sein neues Pferd.

Dritter wurde Werner Muff mit „Jolie von dem Molenhof“. Das fehlerfreie Paar kam in 40.18 Sekunden nicht an die Zeit des bis dahin führenden Meyer heran. Auch bei dem 45-jährigen Schweizer, der schon oft beim Burgturnier dabei war, überwog die Freude über einen tollen Wettkampf. „2017 war ich hinter Friso Bormann Zweiter bei der Gothaer Trophy, im vergangenen Jahr dann Dritter. Anscheinend gewinnt hier andauernd jemand aus den Familien Bormann oder Beerbaum“, sagte Muff mit einem Lächeln. „Ich gönne Finja den Sieg, den hat sie sich verdient.“

Im kommenden Jahr müssen sich die Besucher aber auf einen neuen Termin einstellen. Wegen der Olympischen Spiele in Tokio wird der internationale Turnierkalender im Reitsport heftig durcheinander gewirbelt. Das Burgturnier muss deshalb zeitlich ausweichen und findet später statt. „Wir sind dann fast auf dem Termin, den wir früher schon einmal hatten“, meinte Kaspar Funke vom Veranstalter. Die 42. Auflage startet in Nörten-Hardenberg vom 18. bis zum 21. Juni. Vor einigen Jahren fand das Burgturnier stets am vierten Wochenende im Juni statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.