Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft: Erster Platz für Augustsson-Zanotelli

Angelica siegt im Familienduell

Sieg im Familienduell: Angelica Augustsson Zanotelli gewann den Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft. Foto: zhp

Die erst im Februar dieses Jahres Mutter einer Tochter gewordene Angelica Augustsson Zanotelli hat sich beim Burgturnier in Nörten-Hardenberg den Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft gesichert. Ohne Abwurf gewann die 29-Jährige mit ihrem elfjährigen Oldenburger Schimmel-Wallach Baloucento in 56,39 Sekunden das zweitwichtigste Springen am Sonntag und sicherte sich damit ein Preisgeld von 6150 Euro in der mit insgesamt 24 600 Euro dotierten Prüfung.

Damit war die Amazone aus dem hohen Norden etwas mehr als eine Sekunde schneller als ihr Ehemann, der Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli. Er kam mit der achtjährigen, in Holland gezogenen Stute Desiree v. Marienshof in 57,95 Sekunden auf Platz drei und sicherte damit der jungen Familie weitere 3690 Euro Preisgeld.

Den Doppeltriumph des schwedisch-brasilianischen Paares, das auf der Ashford-Farm in Belgien als Bereiter arbeitet, verhinderte der Schweizer Werner Muff. Mit seinem ebenfalls in den Niederlanden gezogenen, neunjährigen Wallach Colombo schob er sich mit 56,66 Sekunden zwischen beide auf Rang zwei und kassierte 4920 Euro.

Dass Zeitspringprüfungen, in der Fehler nicht mit vier Punkten pro Abwurf sondern mit vier Sekunden bestraft werden, ihren ganz eigene Spannung haben, zeigte sich auch wieder in dieser hoch dotierten Prüfung. Denn bedingt durch die Möglichkeit, mit einer schnellen Runde einen Fehler zu egalisieren, und dadurch trotzdem in die Platzierungen zu gelangen, spornt die Paare zu Höchsttempo an.

Passend dazu hatten die Parcoursbauer die Runde mit langen Galoppstrecken zwischen den zwölf Sprüngen gestaltet. Die Schwedin kam damit am besten zurecht. Dass sie Tempo liebt, hatte sie bereits am Vorabend gezeigt, als sie mit ihrem weiteren Pferd Madame Butterfly den zweiten Platz in der Siegerrunde der Gothaer Trophy geholt hatte.

Das große Ziel von Angelica Augustsson Zanotelli in diesem Jahr ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen im brasilianischen Rio de Janeiro. Gelernt hat sie den Sport von der Pike an. Um sich den Unterricht zu verdienen, arbeitet sie in Schweden schon als Kind in einer örtlichen Reitschule. Sie besaß kein eigenes Pferd, schaffte es aber dreimal schwedische Meisterin der Ponyreiter zu werden. Ihr größter Triumph beim Burgturnier war 2011. Damals gewann die Schwedin den Großen Preis um die Goldene Peitsche. (zhp)

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