Finale Mittlere Tour: Michaels-Beerbaum lässt ihre Schülerin Reid hinter sich

Apsara nicht zu toppen

Ein starkes Duo: Die Siegerin der Mittleren Tour, Meredith Michaels-Beerbaum,und ihre Stute Apsara zeigten in Spangenberg eine beendruckende Leistung. Foto: Kasiewicz

Spangenberg. Es sah so unglaublich einfach aus! Als Meredith Michaels-Beerbaum beim Finale zur Mittleren Tour mit Apsara im Stechen als Erste gestartet war und nach 38,81 Sekunden den Parcours verließ, glaubte wohl noch niemand, dass sie den Sieg in der Tasche hatte.

Sie hatte einen stilistisch wunderschönen Ritt gezeigt. Ihre schwarzbraune Stute galoppierte ruhig und gleichmäßig über den Sandplatz, hob gewaltig über die Sprünge ab und kam heil und ohne Fehler nach Hause. Alles wirkte so souverän und unaufgeregt, dass man nicht glaubte, die Reiterin sei tatsächlich auf Sieg geritten. Zumal das Paar tags zuvor nur auf dem siebten Platz gelandet war.

In der Folge kamen im Stechen sieben weitere Starter, die teilweise in scheinbar halsbrecherischem Tempo ihre Pferde über die Sprünge ritten. Jan Sprehe, der am Samstag die zweite Qualifikation zur Mittleren Tour gewonnen hatte, setzte alles auf eine Karte und machte Startlight ordentlich Dampf. Am fünften Sprung war das Tempo jedoch zu hoch, der Wallach fand keinen Absprung und rannte durch das Hindernis hindurch.

Auch bei den anderen half kein Abkürzen der Wege und Schnippeln der Kurven. Entweder fielen die Stangen bei mindestens einem der acht Sprünge oder die Zeit reichte einfach nicht. E

ine kam noch ganz nah an Michaels-Beerbaum heran. Es war ihre eigene Schülerin, die erst 19-jährige Chloe Reid, die Athena gesattelt hatte. Nur fünf Hundertstelsekunden trennten sie und Meredith Michaels-Beerbaum. Die freute sich besonders über den Erfolg der jungen Frau, die bei ihr trainiert.

Die ganze Aufmerksamkeit widmete die Siegerin jedoch zunächst ihrem Pferd Apsara. „You’re such a good girl“, lobte sie überschwänglich. Erst seit dem Frühjahr stellt sie die neunjährige Stute auf Turnieren vor und ist sich bereits sicher, dass sie mit ihr später mal ganz oben mitreiten wird.

Die Welt-, Europa- und Deutsche Meisterin sowie Olympiateilnehmerin zeigte ihre Qualität auch im Einsatz Apsaras. Nur in einer der Qualifikationen ritt sie ihr Pferd. Und da gar nicht auf Sieg. „Das ist ein junges Pferd. Man darf es nicht pushen“, erklärte sie die zunächst gemäßigte Gangart. Im Finale zeigte sie ihre und die Klasse des Tieres und gewann - nicht nur den ersten Preis, sondern auch die Sympathien der Zuschauer, die die Leistung mit Standing Ovations belohnten.

Von Susanne Schulleri- Seidenfaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.