U 25-Serie für Nachwuchsreiter

Burgturnier in Nörten gibt dem  Nachwuchs eine Chance

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Ein erfolgreiches Ex-Duo: Laura Klaphake mit ihrem mittlerweile verkauftem Pferd „Catch me if you can“. Foto: Stefan Lafrentz/nh

Nörten-Hardenberg – Das Springreiten in Nörten-Hardenberg hat eine große Tradition. Das Burgturnier startet vom 17. bis zum 19. Mai bereits in seine 41. Auflage.

In einer Zeit, in der es für Veranstalter von hochklassigen Springsport-Turnieren immer schwieriger wird, erstklassige Stars zu verpflichten. Da macht auch das stimmungsvolle dreitägige Turnier im Schatten der Burgruine keine Ausnahme.

Bereits seit vielen Jahren konkurriert der südniedersächsische Traditionscup mit zeitgleichen internationalen Turnieren. Die locken die Stars mit horrendem Startgeld nach Fernost. Doch mittlerweile ist die Konkurrenz noch größer geworden.

Große Aufmerksamkeit erhielt im Dezember 2018 das Finale der Global Champions League (GCL) in Prag. Nicht einmal sechs Autostunden von Nörten-Hardenberg entfernt sorgte ein hoch dotierter Mannschaftswettbewerb dafür, dass das internationale Springreiten in eine neue Dimension geführt wurde.

Insgesamt wurde in der tschechischen Hauptstadt 11,4 Millionen Euro Preisgeld unter den Siegern aufgeteilt. Allein der Große Preis von Prag brachte dem Sieger 1,25 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: Der Sieger des CHIO in Aachen erhält eine Million Euro, das bedeutendste und größte Reitturnier der Welt ist insgesamt mit 1,963 Millionen Euro dotiert. Fast sechsmal so viel Geld wird in Prag aufgeteilt. Allein die Sieger-Mannschaft erhält 2,743 Millionen Euro.

Und das Burgturnier? Im vergangenen Jahr waren die Wettbewerbe mit 160 000 Euro dotiert. Allerdings kann das Turnier in Nörten mit anderen Attributen punkten, allen voran mit dem familiären Charakter und der einzigartigen Atmosphäre. Und weil die Konkurrenz so groß ist, geben die Veranstalter um Carl Graf von Hardenberg dem Nachwuchs eine Chance. Seit Jahren ist das Burgturnier eine Station des European Youngster Cups (EY-Cup), bei dem es um Leistung, Prestige und Weltranglistenpunkte für die Generation U 25 geht.

Die aktuelle WM-Dritte Laura Klaphake hat diese Chance in den vergangenen Jahren erfolgreich genutzt. Im Sattel von Silverstone war Klaphake vor zwei Jahren im abschließenden Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft die beste U 25-Reiterin.

Ob Klaphakes Werdegang aber auch in den kommenden Jahren steil nach oben zeigen wird, ist fraglich. Ihr Erfolgspferd „Catch me if you can“, mit dem sie im September WM-Bronze gewonnen hatte, wurde vom Besitzer – dem niedersächsischen Pferdehändler Paul Schockemöhle – an Anna Kellnerová verkauft. Das ist die Tochter des tschechischen Milliardärs Petr Kellner. Der gilt als reichster Mann des Landes und ist unter Pferdefreunden bestens bekannt. Kellner sorgte dafür, dass das GCL-Finale 2018 in Prag ausgetragen wurde.

Karten für das Burgturnier sind im Keiler-Laden (Hinterhaus 10) in Nörten-Hardenberg erhältlich oder im Internet unter: www.eventim.de

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