Starkes Starterfeld sorgt für höchstes Niveau

Burgturnier in Nörten: Spitze auch in der Breite

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Das Burgturnier spektakulär fotografiert mit dem Fischaugenobjektiv: Dieser Oxer im Großen Preis um die goldene Peitsche bereitete nur wenigen Reitern Probleme.  

Nörten. Dr. Kaspar Funke, Chef des Ausrichters ESCON Marketing GmbH, blickt einen Tag nach dem 40. Hardenberg Burgturnier zufrieden zurück.

„Natürlich haben wir auch mit dem traumhaften Wetter Glück gehabt, das naturgemäß für solch gute Voraussetzungen sorgt“, meinte Funke, der auch von „Wunschverläufen“ sprach.

Insgesamt waren 37 000 Besucher zum Jubiläumsturnier gekommen und hatten hochklassigen Reitsport gesehen, der an Spannung kaum zu überbieten war. Denn bei den beiden wichtigsten Springprüfungen, dem Championat am Samstag und dem Großen Preis um die Goldene Peitsche, entschieden die jeweils letzten Ritte über den Sieger. „Wir hatten dramatische, spannende und stimmungsvolle Momente, hatten viele neue und vor allem junge Gesichter, aber auch championatserfahrene Cracks am Start“, sprach Funke von einer Mischung, die es so wohl noch nicht gegeben hat.

Trend zur Globalisierung

Dass mit Fug und Recht von Springprüfungen auf teilweise höchstem Niveau gesprochen werden konnte, lag am „Resultat eines exzellenten Starterfeldes“, so der Organisationschef. Und am einmaligen Ambiente dieses Turniers am Fuße der Hardenberg Burgruine. Das hatte sich wohl auch inzwischen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung herumgesprochen, die die Familie Hardenberg ehrte und damit zum Ausdruck brachte, dass dieses Turnier einen hohen Stellenwert genießt.

Der Trend zur Globalisierung sei auch bei einem solchen Turnier inzwischen deutlich erkennbar, meint Funke. So habe unter anderem der Libanese Emile Karim Fares, den sicherlich nur Experten auf dem Schirm hatten, positiv überrascht. Er belegte im Championat immerhin den dritten Platz im Stechen. Oder auch die Japanerin Hikari Yoshizawa, die im Championat nur einen und im Großen Preis um die Goldene Peitsche zwei Abwürfe hatte.

Zum Publikumsliebling avancierte indes die erst 22-jährige Finja Bormann, die ihren Bruder Friso in den Schatten stellte. Zweimal – im Preis der Hardenberg Wilthen AG und im Championat – belegte die aus Hüddessum bei Hildesheim stammende Amazone den jeweils zweiten Platz. Im Großen Preis um die Goldene Peitsche setzte es zwei Springfehler. Das Publikum feierte die sympathische Finja Bormann.

In der Breite spitze

Überhaupt zeigte sich ein weiterer Trend. Denn so jung wie in diesem Jahr dürfte das Starterfeld noch nicht gewesen sein. Und dennoch waren die Leistungen vor allem in der Breite großartig, was auch Funke bestätigte: „Nicht nur in der Spitze war dieses Turnier spitze, sondern auch in der Breite spitze.“

Funke geht davon aus, dass „wir bei der diesjährigen Weltmeisterschaft sicherlich den einen oder anderen Reiter sehen werden“. Die Weltreiterspiele finden zwischen dem 11. bis 23. September in der US-amerikanischen Stadt Tryon im Bundesstaat North Carolina statt. (wg/gsd)

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