Reiten: Beim 37. Nörtener Burgturnier versucht der Pfungstädter die Titelverteidigung im Championat

David Will will’s wieder wissen

Göttingen. Im vergangenen Mai war er beim Burgturnier der überragende Sieger im „Championat von Nörten-Hardenberg“ am Samstagnachmittag. Und auch bei der diesmaligen 37. Auflage des traditionellen Reitturniers unter der Burgruine will’s David Will wieder wissen.

Dem gebürtigen Pfungstädter geht es um die Titelverteidigung in diesem Springen der Klasse S (schwer) mit Stechen. Der 26-Jährige, der 2014 mit seiner Stute Mic Mac du Tillard in Nörten gewann, gehört inzwischen zur Perspektivgruppe Springen des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Vor drei Jahren sorgte Will als jüngster Nationenpreis-Sieger schon früh für Aufsehen.

„Er hat einen kometenhaften Aufstieg genommen“, meinte Dr. Kasper Funke gestern bei der Pressekonferenz in den Räumen der Gothaer Versicherung. Jüngst war David Will unter anderem auch in Abu Dhabi. „Das war natürlich ein Highlight zu Saisonbeginn. Aber für so ein Turnier ist ein großer Aufwand nötig“, berichtete Will. Zum Beispiel müssen eben die Pferde dorthin geflogen werden und sind nicht mal eben wie im eigenen Land zwei Tage vor Turnierbeginn mit dem LKW vor Ort.

Start in die Freiluft-Saison

Nörten wird auch für Will eine der ersten Freiluft-Veranstaltungen in diesem Jahr werden. „Generell gefällt es mir in Nörten gut“, erklärt der Bayer, dessen Leidenschaft für den Reitsport nicht zuletzt durch seine passionierte Reiterfamilie beeinflusst wurde, die einen Reitstall im Chiemgau betreibt. Mit neun Jahren fing der junge David regelmäßig an zu reiten und absolvierte nach der zehnten Klasse auf dem Gymnasium eine Berufsreiterlehre. Danach besuchte er ein Jahr die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf und ist seit 2007 im Stall von Dietmar Gugler tätig.

Auf dem kleinen Parcours in Nörten sei man, so Will, mit einem kleinen, quirligen, schnellen Pferd im Vorteil. „Aber es wird sehr schwer sein, etwas abzukriegen – man muss gut vorbereitet sein“, sagt Will, für den es nicht nur um die Titelverteidigung beim „Championat“ geht, sondern auch um das begehrte Ticket für den Einzug in das Finale der Masters League.

Neben Will haben natürlich auch bereits weitere Stars ihre Startzusage gegeben. Darunter auch der Ire Bertram Allen, der dieses Jahr schon zwei Weltcup-Springen gewann; Angelina Herröder, die Schwedin Angelica Augustsson („Goldene Peitsche“-Siegerin 2011) sowie „alte Hasen“ wie Marco Kutscher, Lars Nieberg, Holger Wulschner oder Mario Stevens. Nieberg und Wulschner haben dieses Jahr übrigens wieder die Chance, sich die „Goldene Peitsche“ endgültig zu sichern, falls sie sie zum dritten Mal gewinnen würden.

Noch größere Bedeutung

Noch größeren Stellenwert nimmt in diesem Jahr neben den klassischen Hauptereignissen auch der Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft ein, für den sich wie bislang Sponsoren-Akquisiteur Horst Waterkamp sehr engagiert. „Er ist eine Besonderheit im Rahmen des Burgturniers, für die 27 Firmen fast ein Selbstläufer. Auch in diesem Springen werden Weltcuppunkte verteilt. Am Start sind 20 Reiter, die sich am Freitag und Samstag im Rahmen verschiedener Wettbewerbe qualifizieren.

In einer Stunde soll das Springen durchgezogen werden. Aufgewertet werden soll es auch dadurch, dass es von Sonntagnachmittag aller Voraussicht nach auf den Sonntagvormittag (10 Uhr) vor der „Goldenen Peitsche (13 Uhr) ausgetragen werden soll. (gsd-nh)

Von Helmut Anschütz

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