Sophia Schlote hat sich beim Burgturnier um die Tiere von Dirk Klaproth gekümmert

Im Dienste der Pferde

Bei der Arbeit im Stallzelt: Sophia Schlote aus Lindau mit Vasko, einem ihrer Schützlinge. Foto: zul

Es ist kurz nach 7 Uhr am Samstagmorgen. Die Frau aus Lindau hat gerade die Pferde mit Kraftfutter gefüttert.

Vier Kumpanen hat Dirk Klaproth mitgebracht: Routinier Graf Moritz, das Erfolgspferd Vasko, den neunjährigen Vincenzo und die Youngster-Stute Careful. Um sie alle kümmert sich Schlote. Denn auf internationalen Turnieren müssen die Pferde nach den Regeln der Dachorganisation Fédération équestre internationale (FEI) bis nach ihrer letzten Prüfung auf dem Turniergelände bleiben - selbst dann, wenn sie aus der Nähe kommen. Ihre Reiter können pendeln, doch die Pferde wollen natürlich versorgt sein. Für Klaproth erledigt das Sophia Schlote.

Erst Abi, dann Ausbildung

Von einem Reitkurs kennt Klaproth die Springreiterin. In den Ferien habe sie schon bei ihm geholfen, erzählt sie, die auch selbst auf Turnieren unterwegs ist. Unterricht nimmt sie bei Niels von Hirschheydt, dem Chef des Ausbildungsstalls in Nörten. Dort hat sie auch ihre Praktikumsstelle. Wenn sie im nächsten Jahr ihr Abitur geschafft hat, möchte sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin anschließen.

Am Samstagmorgen ist sie im Stallzelt nicht allein. Einige sind bereits beim Satteln für die erste Prüfung des Tages. Schlote bringt „ihren“ Pferden Heu. Wasser gibt es vor dem Zelt in einem Container. Dafür hat Schlote Kanister. Diese fährt sie in der Schubkarre ins Zelt, um dort die Gießkanne vollzumachen, mit der sie die Eimer auffüllt. Jetzt macht die „Nanny“ die Gastboxen sauber. Weil sie ohnehin immer aufräumt, wenn sie Luft hat, sieht es aus wie frisch gemistet.

Ihr Frühstücksbuffet ist in der alten Schmiede. Schlote holt sich Tee und Brötchen. Danach heißt es Einflechten und Putzen, um 9.20 Uhr beginnt schließlich Klaproths erste Prüfung.

Kurz vor dem Burgturnier war klar, dass Schlote bei Dirk Klaproth hilft. Maik Linsel, Klaproths „rechte Hand“, sollte in Rittierode bleiben. Seit zehn Jahren ist er dort im Betrieb, deshalb kann er sich am besten um alles kümmern. Freitag nach der Schule ist Sophia nach Nörten gekommen.

Aufregend war für sie der Freitagabend mit dem Gewitter. Zwar waren ihre Pferde schon alle im Stall, weil es aber so tobte, ist die Pferdefrau ganz nah bei ihren Zöglingen geblieben. Erst als alles wieder ruhig war, ist auch sie in die Arena gegangen und hat zugesehen, wie Dirk Klaproth Sechster bei der Gothaer Trophy geworden ist. (zul)

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