Reitturnier: Berufsreiterin aus Fulda „Star“ der S*-Dressur – Draude mit Rühmanns Comeback zufrieden

Eine ganz besondere Beziehung

Brav über die Hindernisse und schnell durch den Parcours: Frank Plock konnte sich beim S*-Springen mit Siegerrunde auf Fontaine d´O verlassen. Foto: Kasiewicz

Fritzlar. Dass Reiter und Pferd im Reitsport bisweilen eine innige Beziehung pflegen, ist kein Geheimnis. Und wenn Claudia Rassmann sagt, „Salazar“sei ihr bester Freund, klingt das nur beim ersten Hinhören befremdlich. Denn dass die Chemie stimmt zwischen dem 9-jährigen Hannoveraner und der 41-jährigen Berufsreiterin stimmt, wurde in der S*-Prüfung des Fritzlarer Turniers nur allzu deutlich. Da harmonierten zwei miteinander, da gaben Reiterin und Pferd gleichsam eine richtig gute Figur ab, da waren insbesondere die dargebotenen Pirouetten und Serienwechsel eine Augenweide. Und das Ergebnis entsprechend: Platz eins mit fast 70 Prozent.

Die Bestätigung einer Freundschaft, die vor fünf Jahren begann, als „Salazar“ keiner haben wollte. Zu stur, zu eigensinnig, zu träge lautete das fatale Urteil der letzten Besitzer. Claudia Rassmann und ihr Mann Martin Rassmann, Besitzer eines Ausbildungs- und Verkaufsstalls nahe Fulda, wollten ihn, hoben ihr neues Pferd in einem Jahr auf L- und M-Niveau, ehe es seit zwei Jahren erfolgreich (bereits 20 Siege) an S-Prüfungen teilnimmt. Etwas stur und träge ist Salazar immer noch. Und glänzt trotzdem. „Das macht er nur für mich, selbst wenn er dazu keine Lust hat“, weiß Claudia Rassmann. Und verspricht im Gegenzug, „dass Salazar nie verkauft wird.“

Entzückt von ihrem Pferd Hija de la Luna war auch die Zweitplatzierte Inka Rossek. „Sie ging richtig gut“, lobte die Dressurreiterin des RV Bovenden die 11-jährige Stute. Und war als „Amateurreiterin“ durchaus mit dem Erreichten zufrieden. Hatte sie doch den totalen Triumph Rassmanns, die auf Roger von Sizilien noch Dritte sowie auf Sir John Fünfte geworden war, verhindert.

Dahinter musste Lokalmatadorin Lisa-Maria Draude als Siebte einordnen. Und war gar nicht mal unzufrieden damit. „Es fehlte noch an der Feinabstimmung, doch darauf können wir aufbauen“, lautete ihr Fazit von Rühmanns Comeback, nachdem ihr 13-jähriger Fuchswallach fast ein Jahr pausieren musste.

Nach dem Sieg bei einer S**-Prüfung in Reichelsheim im August 2016 hinderte ein Riss im Huf Rühmann an weiteren Glanztaten. Erst im April konnte die 23-Jährige wieder mit ihrem Erfolgspferd trainieren – zu wenig, um wie im letzten Jahr beim eigenen Turnier auf dem Podest zu landen. Fotos: Kasiewicz

Von Ralf Ohm

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