Denis Lynch siegt im Großen Preis / Turnierleiter Kaspar Funke gewinnt Wette gegen Gastgeber Carl Graf von Hardenberg

Die Goldene Peitsche geht nach Irland

Keine Chance: Der zweifache Peitschensieger Lars Nieberg schied mit Leonie W bereits im Umlauf aus.

Die Goldene Peitsche geht für immer nach Irland. Und Gastgeber Carl Graf von Hardenberg muss 500 Euro an Turnierleiter Dr. Kaspar Funke bezahlen. Beide hatten am Dienstagabend bei der abschließenden Pressekonferenz über den Ausgang des wichtigsten Wettbewerbs gewettet. Funke hatte prophezeit, dass die Peitsche dauerhaft in den Besitz eines Reiters übergehen würde. „Die Peitsche wird Nörten verlassen“, hatte Funke angekündigt und gleichzeitig auf Vorjahressieger Denis Lynch als Sieger gesetzt. Von Hardenberg hielt dagegen – und muss jetzt bezahlen. Denn Titelverteidiger Denis Lynch sicherte sich mit Abbervail mit einem fehlerfreien Ritt in 37,59 Sekunden den Sieg.

Nur wer zweimal direkt hintereinander oder insgesamt dreimal die Peitsche gewinnt, darf die begehrte Trophäe dauerhaft behalten. Nur Springreiter-Legende Hans Günter Winkler ist dies in 60 Jahren Turniergeschichte und mittlerweile 37. Auflagen gelungen (1955/1957/1978). Die beiden bisherigen Peitschen-Doppelsieger Lars Nieberg (2001 und 2013) sowie Holger Wulschner (2006 und 2008) gingen am Sonntagnachmittag leer aus, schieden beide mit einem Abwurf im Umlauf aus. Doch der in Eschweiler lebende Lynch ließ sich nicht beirren. 37 Jahre nach Winkler schaffte mit Lynch ein zweiter Reiter das fast unmögliche Kunststück.

„Du hast dir die Peitsche verdient“, sagt Carl Graf von Hardenberg an die Adresse des Iren, der sich im Stechen gegen sechs Konkurrenten durchsetzte. Der 39 Jahre alte Ire ritt mit Abbervail in 37,59 Sekunden zum Sieg und hängte den Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli mit Zerlin (0/38,48) ab. Bester deutscher Starter war Mario Stevens aus Molbergen, der mit Brooklyn (0/39,41) auf Rang drei kam. Das zweitbeste Ergebnis der Gastgeber erreichte Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen. Er wurde mit Colore (4/38,42) Vierter. Meredith Michaels-Beerbaum scheiterte bereits am ersten Sprung des Stechens. Die dreimalige Weltcup-Siegerin aus Thedinghausen kam mit Comanche auf Rang sechs.

Turnierleiter Funke kündigte an, den Wettgewinn wie versprochen für einen guten Zweck spenden zu wollen. „Ich werde mir etwas einfallen lassen. Am liebsten würde ich etwas für Kinder tun“, sagte Funke und ergänzte: „Das Geld ist steuerfrei. Das hat mir gerade der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil bestätigt.“

Von Ralf Walle

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