Pfingstmeeting des RFV Richelsdorf: Der Ausgang des Finales der Großen Tour ist so offen wie selten

Den Großen Preis fest im Visier

Wenn er bei Richelsdorfer S-Springen in den Parcours reitet, knistert es vor Spannung: Denn Arne van Heel hat dort schon oft für spektakuläre Momente gesorgt. Hier setzt er auf Navajo über ein Hindernis. Fotos: Walger

Richelsdorf. Fünf hochdotierte S-Springen sowie ein tolles Showprogramm werden am langen Pfingst-Wochenende beim Reitturnier des RFV Richelsdorf für Spannung und Unterhaltung sorgen. Begonnen hat es bereits am Mittwoch. Die sportlichen Höhepunkten kommen aber erst noch. Das Finale der Großen Tour, ein Zwei-Sterne-S-Springen mit Stechen, steht im Mittelpunkt des Interesses. Wer diesen Großen Preis von Richelsdorf gewinnt, wird sich am Montag ab 13.30 Uhr entscheiden.

Sieger kehren zurück

Die Sieger der vergangenen Jahre und viele namhafte Kollegen aus allen Bundesländern werden sich dann messen. Zum Beispiel Arne van Heel vom Stall Schockemöhle, Amke Stroman vom Stall Litz aus Eiterfeld, Vorjahressiegerin Inga Czwalina von der Ostseeinsel Fehmarn oder der gebürtige Wildecker und frühere Europameister der Jungen Reiter, Sönke Kohrock.

Eine heiße Kandidatin auf den Großen Preis ist auch Amke Stroman vom gastgebenden RFV Richelsdorf. Sie und ihre Pferde präsentierten sich in den vergangenen Wochen in Topform.

Nena selbst ausgebildet

Aus Bad Liebenstein brachte Amke Stroman sechs Goldene Schleifen und viele weitere Plazierungen mit nach Hause. Die schwersten Prüfungen dieses Turniers waren M-Springen, in denen sie mit ihrer Nachwuchsstute Nena zweimal Erste wurde. Nena stammt aus eigener Zucht von dem gekörten Hengst Nikidam, der in Eiterfeld stationiert ist. Sie wurde von Amke Stroman selbst ausgebildet.

In Greppin entschied sie auf ihrem Pferd Clear Round die Barrieren-Springprüfung der Kl. S* - die Hindernisse waren bis zu 1,95 m hoch - für sich. Auf ihrem Erfolgspferd Forchello belegte sie dort in S-Springen die Ränge vier und fünf. Auch mit ihren Nachwuchspferden Grande, Goodwin, Hadorado, Evita und Nena war sie in Greppin sehr erfolgreich. So konnte sie mit Grande, dem jungen holländischen Hengst, die Springpferdeprüfung der Klasse M gewinnen.

Ein Sturz am letzten Turniertag auf dem Abreiteplatz hatte zur Folge, das Amke Stroman auf weitere Starts verzichten musste. Aber zum Glück zog sie sich nur ein paar leichte Blessuren zu. Schon am Wochenende darauf griff sie in Redefin wieder an. Beim dortigen Großen Preis sammelte sie als Sechste mit Forchello Weltranglistenpunkte.

Heimspiel

Am vergangenen Wochenende konnte sich das Team vom Stall Litz vor der eigenen Haustüre austoben. Amke Stroman schwang sich beim Eiterfelder Turnier zur erfolgreichsten Teilnehmerin auf. Im Kampf um den Großen Preis musste sie allerdings ihrem Richelsdorfer Klubkollegen Jörg Schäfer den Vortritt lassen. Der Hessenmeister gewann dieses S-Springen auf seinem Erfolgspferd Gino - zu gerne würde er diesen Coup am Pfingstmontag im Wildecker Ortsteil wiederholen.

Zum großen Kreis der Favoriten in Richelsdorf sind sicher auch Philipp Makowei und Thomas Kleis vom Team Andeas-Fettchenhauer-Pferdesport (AFP) zu zählen. Das war am vergangenen Wochenende noch beim Hamburger Derby erfolgreich unterwegs. Philipp Makowei konnte in Hamburg beide Qualifikationen fehlerfrei gestalten und sich somit im Großen Preis platzieren. Auch mit Arne van Heel, zweimaliger Sieger in Richelsdorf, ist über Pfingsten wieder zu rechnen. Er wurde kürzlich mit seinem Hengst Navajo Zweiter bei den VR Classics in Neumünster.

Von Christina Bode

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