Preis der südniedersächsischen Wirtschaft: Ein Wimpernschlag Vorsprung vor Nieberg

Haßmann erfolgreich wie 2016

Sieger im Preis der südniedersächsischen Wirtschaft: Felix Haßmann wiederholte seinen Erfolg vom vergangenen Jahr. Foto: Niesen

Der 31-jährige Westfale Felix Haßmann hat sich den Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft beim Hardenberger Burgturnier 2017 mit einem Wimpernschlag Vorsprung knapp gesichert.

Mit seinem zwölfjährigen brasilianischen Warmblut SL Brazonado verwies der Gewinner der Goldenen Peitsche 2016 in der CSI3*-Zeitspringprüfung in superschnellen 54,43 Sekunden Lars Nieberg auf den zweiten Platz. Nieberg benötigte mit seinem 13-jährigen belgischen Warmblut für die Runde mit zwölf Hindernissen und 13 Sprüngen allerdings nur elf Hundertsel Sekunden weniger. Bei dem Paar blieb die Uhr bei 54,54 Sekunden stehen.

Dritte wurde die Amazone Jörne Sprehe mit ihrem sächsischen Warmblut Kick like Bum in 54,97 Sekunden. Haßmann sicherte sich mit seinem furiosen Ritt 6150 Euro, Nieberg 4920 Euro und Sprehe 3690 Euro.

Vorjahressiegerin Angelica Augustsson-Zanotelli (Schweden) landete mit ihrem achtjährigen Wallach Dis Moi Tout de Clairbois in 60,38 Sekunden auf dem achten Platz.

Dass eine Zeitspringprüfung über die 1,50 Meter hohen Hindernisse ihre ganz besonderen Reize hat, war auch in dieser Prüfung wieder zu erleben. Denn ein Fehler bei dieser Form der Prüfung wird nicht mit vier Punkten be-straft, sondern in vier Strafsekunden umgerechnet. Das heißt, wer mit seinem Pferd richtig „Gas geben“ kann, hat die Chance, sich trotzdem weit vorne zu platzieren.

Und Gas gaben alle Reiter in diesem hochklassigen Feld. Haßmann und sein Wallach gingen als achtes von 29 Paaren in die Runde. Dass beide schnell sein können, hatten sie schon mehrfach bewiesen. Der Schweizer Werner Muff – der spätere Sechste in der Endabrechnung – hatte zuvor als dritter Starter mit seinem in Holland gezogenen Wallach Escoffier in 56,77 gezeigt, wo in etwa die Siegerzeit liegen könnte.

Entsprechend motiviert ging Haßmann die Runde an: Kürzeste Wege und Tempo hieß seine Devise, die schließlich aufging. Auch wenn er lange Bangen musste, weil noch eine ganze Reihe schneller Paare hinter dem Reiter aus Lienen in Westfalen auf der Starterliste standen. Doch niemand war in der Lage Haßmann zu toppen. Auch der junge Friso Bormann aus Harsum in Hildesheim, der am Vorabend bei seinem Sieg in der Gothaer Trophy gezeigt hatte, dass er Schnelligkeit in seinen reiterlichen Genen hat.

Für Haßmann ist das Burgturnier offenbar ein ausgesprochen gutes Pflaster. Im vergangenen Jahr holte er nicht nur die Goldene Peitsche, sondern auch noch den Sieg im Championat von Nörten-Hardenberg und in einer weiteren Springprüfung.

Nichts zu tun mit dem Ausgang der Prüfung hatten die beiden Lokalmatadoren der Region: Der in Einbeck-Rittierode trainierende Dirk Klaproth ritt mit seinem inzwischen schon 18-jährigen Hannoveraner Hengst Graf Moritz genauso wenig in den Platzierungen wie Niels von Hirschheydt aus Nörten-Hardenberg mit seiner zehnjährigen Hannoveraner Stute Queeny H. (zhp)

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