Zwei-Phasen-S-Springen: Inga Czwalina bringt die Konkurrenz gleich auf Trab

Von Hirschheydt hat’s eilig

Auf dem Weg zum Sieg: Niels von Hirschheydt vom RV Hardenberg unterwegs auf Quadrivio. Mit ihm gewann er das Zwei-Phasen-S-Springen** in Richelsdorf. Foto: Walger

Richelsdorf. Zwei Dinge wusste Niels von Hirschheydt ganz genau, als er am Samstag als Siebter von 68 Teilnehmern beim Zwei-Phasen-S-Springen in den Parcours ritt: Erstens, dass er in der ersten Phase über die acht Hindernisse fehlerfrei bleiben musste. Und zweitens, dass er Risiken eingehen musste.

Denn Inga Czwalina hatte schon früh eine tolle Zeit vorgelegt. Die Frau von der Insel Fehmarn hatte die erste Phase souverän gemeistert und durfte deshalb auf Silver Surfer die zweite in Angriff nehmen. Das tat sie gewohnt couragiert, sicher und vor allem in hohem Tempo. Sie blieb fehlerfrei in 37,23 Sekunden. Das langte in der Endabrechung zwar nur zu Platz fünf. Trotzdem lag die Messlatte für die Konkurrenten erst einmal hoch.

Für Niels von Hirschheydt vom RFV Hardenberg allerdings nicht zu hoch. Er ließ auf Quadrivio keine Zehntel unnötig liegen, wählte kurze Wege und war superschnell. Bei 34,13 Sekunden blieb die Uhr für ihn stehen. An diese Zeit sollte keiner mehr auch nur annähernd herankommen - jedenfalls keiner, der fehlerfrei blieb.

Fabelzeit, aber ein Fehler

Denn Dieter Smitz von der TG Schaumburg hätte Hirschheydt den Sieg um ein Haar noch entrissen. Smitz ließ Nemo über den Parcours jagen, als gäbe es kein Morgen. Doch der Sprung über das vorletzte Hindernis geriet zu kurz, die Stange fiel. Die Fabelzeit von 33,30 sek brachte Smitz hinter den 15 fehlerfrei gebliebenen Konkurrenten wenigstens Rang 16 und damit eine Platzierung ein.

Für Pascale Pfeiffer, Otto Vaske, Nina Schäfer und Miriam Schneider war die zweite Phase zum Greifen nahe, doch am achten und letzten Hindernis der ersten Phase, dem Deutschland-Oxer in Schwarz-Rot-Gold, war wegen eines Flüchtigkeitsfehlers das Aus gekommen.

Das passierte Sabrina Berger von der RSG Amberg-Köfering nicht. Sie hatte ganz starke Auftritte und blieb mit zwei Pferden fehlerlos. Auf Abadesch kam sie von Hirschheydtt mit ihren 35,51 Sekundne am nächsten und wurde Zweite. Rang acht blieb ihr auf Domburg van de Rechri.

Dritter wurde ein Dauergast in Richelsdorf: Michael Most überzeugte auf Aderma D mit null Fehlern und 36,15 Sekunden. Gut dabei war für den gastgebenden RFV Richelsdorf auch Amke Stroman vom Eiterfelder Stall Litz. Auf Forchello schnappte sie sich gemeinsam mit dem zeitgleichen Volkert Naeve den sechsten Platz in 37,44 Sekunden.

Sieger Niels van Hirschheydt strahlte bei der Siegerehrung. Angesprochen auf seinen pfeilschnellen Quadrivio, sagte er: „Das ist ein ganz toller Hengst mit großem Willen und ganz viel Qualität.“ Widersprechen mochte ihm da niemand.

Von Thomas Walger

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