Hoffen auf die neue Saison

Dressurreiterin Lisa Maria Draude wartet auf die Gesundung ihres Wallachs Heinz

Zwei, die sich mögen: Reiterin Lisa Maria Draude und ihr Pferd Rühmann, das allerdings von allen Heinz genannt wird. Foto: Kasiewicz

Fritzlar. Im Moment ist Warten angesagt. Rühmann, eines der erfolgreichsten Dressurpferde des Schwalm-Eder-Kreises ist seit Monaten ausgebremst.

„Eigentlich verlief die Freiluftsaison bestens, bis Heinz nach dem Sieg bei einem wichtigen Zwei-Sterne-S-Turnier Ende Juli plötzlich lahmte“, erzählt Lisa Maria Draude. Die 23-jährige Studentin ist zusammen mit ihrer Mutter Gerlinde die Besitzerin des 13-jährigen Wallachs, der zwar Rühmann heißt aber Heinz genannt wird.

Warten bis zum Frühling

Eine Spalte im rechten Huf war es, die das Dressurpferd im Sommer ausbremste. Nach längerer Behandlung wächst die Spalte inzwischen heraus. Allerdings ist dabei viel Geduld gefragt, denn der Spalt wächst nur so schnell heraus, wie das Horn nachschiebt, also monatlich zwischen sechs und neun Millimetern.

Für die junge Dressurreiterin Lisa Maria Draude ist daher Warten noch voraussichtlich bis zum Frühling angesagt. „Die Schmerzen sind inzwischen wohl weg, aber die Hallensaison werden wir komplett aussetzen. Allmählich kann ich allerdings damit beginnen, Heinz wieder etwas zu bewegen“, sagt Draude, die sich für die kommende Freiluftsaison noch einige Ziele gesteckt hat: „Die Drei-Sterne-S-Dressur ist ein langfristiges Ziel, auf das ich behutsam hinarbeiten möchte.“

Draude und ihr Pferd: ein Team

Piaffe und Passage sind dabei die Übungen aus der klassischen Reitkunst, die in dieser Dressurklasse zu den Standards gehören und die Draude noch mit Heinz einstudieren will. „Für mich ist er aber vor allem ein verlässlicher und treuer Partner, ein absolut berechenbares Tier, das noch einige gute Jahre vor sich hat und mit dem ich nichts erzwingen will“, sagt die Studentin der Betriebswirtschaftslehre über ihr Dressurpferd. Mit Heinz hat sich die 23-jährige Fritzlarerin in den vergangenen neun Jahren, seitdem sie das Pferd besitzt, von der Dressurpferdeklasse A bis zur Zwei-Sterne-S-Prüfung alles selbst erarbeitet.

Zusammen mit ihrer Mutter und Unterstützerin Gerlinde Draude stand in der mehrmonatigen Verletzungspause auch der Ausbau einer alten Stallanlage am Fritzlarer Ortsrand im Vordergrund. Daher trauert Lisa Maria Draude auch nicht dem unschönen Saisonende hinterher: „Heinz und unsere zwei anderen Pferde haben jetzt größere Paddock-Boxen und mehr Auslauf. Sie fühlen sich deutlich wohler. Jetzt muss Heinz nur noch gesund werden.“

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