Überglückliche Inga Czwalina gewinnt den Großen Preis von Richelsdorf

Silver Star macht einen guten Job: Das beste Pferd in ihrem Stall hat Inga Czwalina zu einem tollen Erfolg verholfen. Zehn Jahre nach ihrem letzten Sieg im Großen Preis von Richelsdorf hat die Frau von der Insel Fehmarn gestern zum zweiten Mal zugeschlagen. Foto: Walger

Richelsdorf. Nach zehnjähriger Durststrecke in diesem Wettbewerb trägt Silver Surfer die Amazone von der Insel Fehmarn zu ihrem zweiten Sieg.

Diesen Triumph haben ihr wohl die meisten Zuschauer von Herzen gegönnt: Inga Czwalina hat am Pfingstmontag den Großen Preis von Richelsdorf gewonnen, ein Zwei-Sterne-S-Springen - genau zehn Jahre nach ihrem ersten Sieg im Großen Preis in Wildeck.

Damals bekam die sympathische, zurückhaltende junge Frau von der Insel Fehmarn das Etikett Publikumsliebling angeheftet. Sie hatte hier sogar einen eigenen Fanklub. Jahrelang feierten die jungen Waldhessen die Amazone, wenn sie in den Parcours ritt.

„Ich komme jetzt schon seit vielen Jahren nach Richelsdorf, aber den Großen Preis hatte ich nach 2006 nicht mehr gewinnen können“, sagte Inga Czwalina bei der Siegerehrung. Doch diesmal hatte sie ja ihr bestes Pferd mitgebracht, Silver Surfer.

„Ich bin superfroh, dass es jetzt endlich wieder geklappt hat“, stellte die Reiterin fest und strahlte. Ihr Silver Star unterhielt derweil das Publikum prächtig, scharrte mit den Hufen und kratzte die Kurve, sobald jemand in die Nähe kam, um seiner Chefin einen Preis zu überreichen.

Auf der Ehrenrunde durfte sich Silver Star dann noch einmal austoben. Im Stechen war er allerdings noch schneller unterwegs gewesen. Das war auch nötig, denn gleich der erste Reiter in dieser Entscheidungsrunde, Arne van Heel vom RSC Osnabrücker Land, war auf Navajo fehlerfrei geblieben und hatte mit 40,48 Sekunden eine gute Zeit vorgelegt.

Eile war geboten

Sieben Konkurrenten mussten sich nun sputen, wollten sie dem Niederländer den Sieg entreißen. Amke Stroman vom gastgebenden RFV Richelsdorf scheiterte auf Forchello bei diesem Unterfangen. Sie handelte sich 16 Fehlerpunkte ein und musste sich am Ende mit Rang acht unter den 39 Startern begnügen.

Auch Gerald Nothdurft und Franz-Josef Dahlmann konnten Arne van Heel nicht verdrängen. Das gelang erst Dieter Smitz von der SG Schaumburg auf Nemo in 39,65 sek.

Der konnte sich der Führung aber nicht lange erfreuen. Denn nun kam Inga Czwalina. Finster entschlossen, den Großen Preis endlich wieder für sich zu entscheiden, ging sie hohes Risiko und legte die Messlatte auf 38,40 sek.

Doch sie musste zittern. Denn Thomas Kleist vom RFV Gadebusch griff auf Fortune Czwalinas Bestzeit an. Er verfehlte sie um 17 Hundertstel und wurde Zweiter vor Dieter Smitz. Als letzter Reiter brauchte Christian Slawinski für seine Nullrunde 41,05 sek. „Keine Chance“, sagte der Waltroper, der hinter van Heel Fünfter wurde.

Von Thomas Walger

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