Reiten: 25-jährige Thüdinghäuserin selbstbewusst vor ihrer Premiere beim CHIO

Jonigkeit startet in Aachen

Großer Tag für Leonie Jonigkeit: Am Donnerstag startet die Amazone aus Thüdinghausen mit ihrem 15-jährigen Oldenburger Wallach Candino beim CHIO in der Aachener Soers. Foto: Niesen

Thüdinghausen/Aachen. Riesenerfolg für Springreiterin Leonie Jonigkeit: Die im Moringer Ortsteil Thüdinghausen trainierende Amazone startet heute erstmals beim CHIO in Aachen. „Ich werde mit Candino angreifen“, kündigte die 25-Jährige vor ihrem Premieren-Auftritt beim Weltfest des Pferdesportfestes an, das die Veranstalter in eine Reihe mit Wimbledon beim Tennis und Wembley beim Fußball stellen.

Leonie Jonigkeit möchte mit ihrem inzwischen 15-jährigen Oldenburger Wallach bei Deutschlands U-25-Springpokal ein Wörtchen mitreden, einem Wettbewerb für Nachwuchsreiter bis zur Altersgrenze von 25 Jahren. Die in Moringen aufgewachsene und zur Schule gegangene Springreiterin erwarb sich die Startberechtigung über Platzierungen bei Qualifikationen in Braunschweig und Mannheim.

Nur 20 Starter dabei

Nur 20 Reiterinnen und Reiter dürfen mit ihren Pferden in der Aachener Soers um den U-25-Springpokal kämpfen und auf einen Nationenpreis-Start hoffen. Die erste Finalrunde findet am heutigen Donnerstag um 12.30 Uhr mit einer Prüfung nach Fehler und Zeit statt, die zweite Finalrunde am Samstag um 13.45 Uhr. Dort fällt die Entscheidung im Stechen.

Die junge Springreiterin hat sich mit Candino, den sie selbst ausgebildet hat und mit dem sie unter anderem schon beim Burgturnier in Nörten-Hardenberg geritten ist, speziell auf die Aachener Soers vorbereitet. „Der Turnierplatz ist sehr groß mit weiten Strecken, die galoppiert werden müssen. Deshalb habe ich mit Candino unter anderem Kondition trainiert.“ Außerdem hat sie den Wallach auf Turnieren in Nienburg und Vorsfelde eingesetzt. „Dort wird wie in Aachen auf Gras geritten ist.“

Die Premiere in Aachen freut Leonie Jonigkeit ganz besonders. Denn wegen der Altersgrenze von 25 Jahren darf sie im kommenden Jahr nicht mehr bei den Jungen Reitern starten. „Leider“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Deshalb möchte sie ihre Chance nutzen. Candino hat viel Erfahrung und die Reiterin die notwendige Portion Ehrgeiz.

Allerdings ist die Konkurrenz riesengroß. Unter anderem zählen dazu die Geschwister Finja und Friso Bormann vom RFV Harsum bei Hildesheim, die auch schon bei Turnieren in Südniedersachsen ihre Visitenkarte abgegeben haben.

Nachwuchs den Weg ebnen

Ziel des U-25-Pokals ist es, dem Nachwuchs durch Startmöglichkeiten bei renommierten Turnieren und intensive Betreuung durch die Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) und Heinrich-Hermann Engemann (Porta Westfalica) den Weg in den internationalen Spitzensport zu ebnen. Getragen wird der Wettbewerb von der Stiftung Deutscher Spitzen-Pferdesport und der Familie Müter aus Königslutter, die dort das Elmgestüt „Drei Eichen“ betreiben.

Einige der Finalteilnehmer bekommen nach dem Finale die Chance, ins Team für einen Nationenpreis der Senioren zu rücken. Der Finalsieger des U-25-Springpokals qualifiziert sich außerdem direkt für die European Youngster Cup (EY-Cup) Finalveranstaltung 2016, teilte die Reiterliche Vereinigung FN mit. (zhp)

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