Katja Dellert triumphiert beim großen Herbstturnier in Richelsdorf

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Ein Fuchswallach, auf den Verlass ist: Lucca hat seine Reiterin Katja Dellert in den S-Springen zu einem ersten und einem fünften Platz getragen. 

Wildeck. Die Amazone aus Bayern gewinnt beide S-Springen auf ihren Paradepferden Que tal und Lucca und wird dieses Turnier so schnell nicht vergessen.

Bei beiden Höhepunkten der fünftägigen Großveranstaltung hatte sie die Nase vorn. Die schwere Prüfung am Sonntag, der Höhepunkt des Turniers, brachte knisternde Spannung bei herrlichem Spätsommerwetter. Sieben Paare konnten den anspruchsvollen Parcours im Umlauf ohne Fehler überwinden und zogen ins Stechen ein.

Den Sieg und den fünften Platz nahm Katja Dellert vom Frankenhof Sonnefeld mit nach Hause. Mit ihrer Stute Que tal war sie im Stechen nicht zu schlagen. Als letzte Starterin wusste sie: Sie musste schnell sein und fehlerfrei bleiben. Denn beides hatte der bis dahin führende Heino Möller im Stechparcours auch geschafft. Er hatte die Bestmarke mit 39,32 Sekunden gesetzt.

Katja Dellerts Lebensgefährte Christian Brühl hatte die Zeittafel voll im Blick und feuerte seine Liebste von draußen an: „Rum!“ hieß der gleich zweimal gerufene Befehl, den Weg abzukürzen. Und das führte schließlich zum Sieg. Mit ihrem Wallach Lucca war Katja Dellert zuvor der letzte Sprung im Stechen, eine Trippelbahre, zum Verhängnis geworden. Zu groß angeritten, riss Lucca die obere Stange und wurde in der laufenden Prüfung Fünfter.

Nicht schlimm, denn Lucca hatte Katja Dellert schließlich schon am Vortag im S-Springen nach Zeit zum Sieg getragen. In nur 52,77 Sekunden hatten die beiden den Parcours absolviert und schon wieder Heino Möller im Nacken gespürt. 53,21 Sekunden brauchte der gebürtige Landenhäuser, der für den Turnierstall „Reifen Müller“ in Detter-Weißenbach tätig ist, auf seiner Stute Cleopatra. Auf Empire sichete sich Möller zudem Rang drei.

Katja Dellerts Fuchswallach Lucca weist nur ein Stockmaß von 1,60 m auf, aber sein Sprungvermögen, sein großes Herz, das ihn dazu antreibt, die andere Seite des Hindernisses zu erreichen, seine Wendigkeit und seine Vorsicht am Sprung machen ihn zu einem Ausnahmepferd. Ludwig Dellert, der die Pferde für seine Tochter aussucht, erzählt: „Wenn der Lkw zu Hause beladen wird und es aufs Turnier geht, schaut Lucca aus der Box und wird ganz nervös. Deshalb muss er immer zuerst verladen werden.“

Einen tollen Auftakt im ersten S-Springen als erster Starter bot der gebürtige Richelsdorfer Sönke Kohrock mit seinem Pferd Cascari, dem leider der letzte Sprung zum Verhängnis wurde - die Stange fiel. Dafür konnte sich Sönkes Frau Julia auf Landjano mit einer stilistisch brillanten Runde als Sechste platzieren.

Drei tolle Runden zeigte Amke Stroman vom gastgebenden Verein am Samstag. Mit Lagerfeld und Forchello kassierte sie zwar jeweils einen Abwurf, auf Goldorac aber legte sie eine Nullrunde hin. Die brachte ihr Rang zehn ein. In der schweren Prüfung am Sonntag eroberte sie auf Forchello und Goldorac die Plätze vier und sieben. Für ihre tollen Ritte wurden Amke Stroman und Katja Dellert mit einem Stilpreis ausgezeichnet.

Von Christina Bode

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