Schnellster des Stechens

Markus Beerbaum siegt im Championat des Burgturniers

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Die Ehrenrunde kennt er schon: Championats-Sieger Markus Beerbaum und „Calle“ genießen den Applaus der Zuschauer in der Turnierarena. 

Im vergangenen Jahr gewann er diePeitsche, jetztdas Championat: Markus Beerbaum setzt sich im Stechen gegen achtKonkurrenten durch.

Erst überhaupt kein Erfolg und dann kommen die Siege fast in Serie: Markus Beerbaum strahlte am späten Samstagnachmittag mit der Sonne um die Wette. Kein Wunder, immerhin hatte der Sieger der Goldene Peitsche von 2018 gerade das Championat von Nörten-Hardenberg gewonnen.

„Nach dem Sieg im Championat dürfte der Graf von Hardenberg erfreut sein. Lieber einen Beerbaum-Sieg am Samstag, als einen am Sonntag“, meinte der 48 Jahre alte Springreiter aus Thedinghausen über die Gefühlslage des Veranstalters. Zur Erklärung: Markus Beerbaum hatte im vergangenen Jahr den Großen Preis um die Goldene Peitsche gewonnen. Ein weiterer Sieg im wichtigsten Wettbewerb würde dazu führen, dass die Wandertrophäe fest in Beerbaums Besitz übergehen würde – und dass Graf von Hardenberg schon wieder eine neue Trophäe anfertigen lassen müsste. Erst 2015 hatte der Ire Denis Lynch zwei Peitschen-Siege in Folge geschafft, 2017 legte sich dann Doppelsieger Felix Haßmann die Trophäe in seine heimische Glasvitrine.

„Ich bin wirklich froh über meinen Sieg“, meinte Beerbaum, der neben den 16 750 Euro für den Sieger auch noch einen Kleinwagen im Wert von 12 000 Euro in Empfang nahm. Gemeinsam mit acht weiteren Reitern unter 55 Startern hatte Beerbaum den Umlauf ohne Fehler gemeistert. Im Stechen zeigten Beerbaum und Calle ihr ganzes Können. Auf Startplatz acht blieben sie erneut fehlerfrei und drehten in 38.91 Sekunden die mit Abstand schnellste Runde. „Es sind mehrere Fehler vorher passiert, sodass ich wusste, was ich machen muss. Ich habe ein sehr erfahrenes und schnelles Pferd und deswegen konnte ich mir das so ein bisschen einteilen“, meinte der Championatssieger, der noch nicht lange mit dem zehn Jahre alte Wallach arbeitet. Calle zählt eigentlich zum Pferdebestand seiner Ehefrau Meredith Michaels-Beerbaum.

Bis zum Auftritt des Siegers durfte sich Finja Bormann über ihre Führung freuen. Die 23-Jährige stammt aus Harsum bei Hildesheim. Und genau wie ihr älterer Bruder Friso, der in Göttingen studiert, fliegen Finja Bormann die Herzen der Burgturnier-Besucher entgegen. Auf Startplatz fünf legte sie im Sattel von „A crazy son of Lavina“ im Stechen die erste fehlerfreie Runde hin und war zudem in 41.06 Sekunden auch noch sehr schnell über die sieben Hindernisse mit den acht Sprüngen.

„Das war unser erster gemeinsamer Auftritt in diesem Jahr beim Burgturnier“, kommentierte Bormann ihren zweiten Rang. Und dann lieferte sie auch noch den Beleg dafür, dass das Burgturnier nicht nur von den Reitern geschätzt wird. „Mein Wallach liebt den Kessel und das Publikum. Die Kulisse hier trägt uns beide unheimlich“, sagte die 23-Jährige über das Zusammenspiel mit ihrem zwölf Jahre alten Wallach.

Grund zur Freude hatte aber auch Jessica Mendoza. Die Britin blieb mit „Sam De Bacon“ als siebte Starterin fehlerfrei, war in 42.01 Sekunden aber noch knapp eine Sekunde langsamer als Bormann. Die 23-Jährige war 2014 zuletzt beim Burgturnier, erreichte damals den sechsten Rang im Flutlichtspringen um die Gothaer Trophy. Dieser dritte Rang jetzt sei etwas ganz Besonderes, versicherte sie. „Es hat Spaß gemacht, zurückzukommen.“

Die übrigen sechs Paare des Stechens machten Fehler. Bereits der erste Durchgang hatte einige prominente Opfer gefordert, allen voran Felix Haßmann. Der Doppel-Peitschensieger (2016 und 2017) war mit „Captain America“ gut und schnell unterwegs, patzte aber am vorletzten und letzten Hindernis und ging deshalb leer aus. Aber genau dieses Gefühl kennt der Sieger Markus Beerbaum aus seinen Burgturnier-Starts der vergangenen Jahre nur all zu gut.

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