Großer Preis von Spangenberg: Hamburgerin siegt zum zweiten Mal nach 2005 – Starker Hetzel Zweiter

Meyers Mut wird wieder belohnt

Hatte allen Grund zur Freude: Janne Friederike Meyer, die auf Charlotta den Großen Preis von Spangenberg im Stechen für sich entschied. Foto: Kasiewicz

Spangenberg. Sie hat es wieder getan: Nach ihrem Sieg vor zehn Jahren gewann Janne Friederike Meyer aus Hamburg zum zweiten Mal den Großen Preis von Spangenberg. Im Stechen entschied die 34-Jährige den Höhepunkt des Internationalen Reitturniers für sich.

„Ich freue mich riesig. Das ist ein besonderer Tag für mich“, strahlte die Siegerin, die nun um 20 000 Euro und eine edle Armbanduhr reicher ist. Mit dem Erfolg hatte die Amazone nicht gerechnet. Denn als selbstständige Ausbilderin legt Meyer seit Jahren den Fokus auf junge Pferde. Auch Charlotta, die zehnjährige Westfälische Stute, hat ihre besten Springen wohl noch vor sich.

Das wäre ganz im Sinne von Jürgen Fitschen. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG ist nämlich der Besitzer von Charlotta, die seit zweieinhalb Jahren von Meyer geritten wird. Fitschen ist Gründungsstifter der Stiftung Deutscher Pferdespitzensport und Eigentümer hochkarätiger Springpferde.

Als einer von 5500 Zuschauern des Großen Preises sah Jürgen Fitschen zwei brillante Vorstellungen der Amazone, die nach vier von sechs Prüfungen auch in der Riders Tour mit 41 Punkten vor Christian Ahlmann und Ludger Beerbaum (beide 34) vorn liegt. Im ersten Umlauf gehörten Meyer und Charlotta zu zwölf Reiter-Pferd-Paaren, die fehlerlos blieben. Volles Risiko ging sie bei den acht Hindernissen im Stechen und ritt die nötigen Hundertstelsekunden zum Erfolg durch unglaublich enge Wendungen heraus.

In 42,69 Sekunden hatte sie vor Holger Hetzel (RSG Niederrhein) auf Legioner (43,87) und Max Kühner (RA München) auf Chardonnay (44,54), der seit diesem Jahr für Österreich startet, die Nase vorn. Der deutsche Vizemeister Hetzel war im Umlauf mit 72,16 Sekunden am schnellsten gewesen.

Beinahe hätte statt der deutschen übrigens die Nationalhymne der Ukraine gespielt werden müssen. Denn die schnellste Zeit im Stechen legte Katharina Offel (RJC Rodderberg) auf Vita hin (41,75). Seit 2005 startet die 38-Jährige für die Osteuropäer. Ein Fehler hatte zur Folge, dass sie sich mit dem sechsten Rang hinter der Schwedin Irma Karlsson auf Wireina (0/44,68) und der Niederländerin Sabrina van Rijswijk auf Zomodo (0/45.25) begnügen musste. Dahinter folgten der Niederländer Frank Schuttert auf Arc de Triomphe (4/42.82), Evi Bengtsson (Breitenburg) auf La Pasion de Caballo Ulika (4/44.00) und Meredith Michaels-Beerbaum (Aller-Weser) auf Comanche (4/44.02). Foto: Kasiewicz

Von Sebastian Schmidt

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