39. Hardenberg Burgturnier: Felix Haßmann kann seinen Erfolg im Großen Preis um die Goldene Peitsche wiederholen

Es muss erneut eine neue Peitsche her

Legte eine tolle Zeit vor: Simone Blum auf DSP Alice musste sich im Großen Preis hur Felix Haßmann geschlagen geben. Foto: Jelinek/gsd

Familie Hardenberg muss nunmehr innerhalb von zwei Jahren eine dritte Goldene Peitsche anfertigen lassen. Gelang dem Iren Denis Lynch der Sieg im Großen Preis um die Goldene Peitsche in den Jahren 2014 und 2015, so gelang dieses Kunststück 2016 und in diesem Jahr dem Westfalen Felix Haßmann. Damit die Goldene Peitsche gänzlich in den Besitz eines Siegers geht, muss er entweder zweimal in Folge gewinnen oder insgesamt dreimal. Damit schwang sich der 31-jährige Haßmann zum König bei der 39. Auflage des Hardenberg Burgturniers auf (siehe auch unten stehenden Bericht).

43 Reiterinnen und Reiter waren beim höchst dotierten Wettbewerb am Sonntagnachmittag im sonnenüberfluteten, wunderschönen Parcours angetreten, um die Nachfolge von Felix Haßmann anzutreten. Der aber dachte überhaupt nicht daran, die im Vorjahr gewonnene Goldene Peitsche noch einmal aus der Hand zu geben.

Bei zehn Reitern stand im ersten Umlauf, der mit 15 Hindernissen inklusive einer Dreifach- und Zweifach-Kombination, bestückt war und in 67 Sekunden bewältigt werden musste, die Null. Pech für den Drittplatzierten des Championats vom Samstag, Mario Stevens, der zwar im ersten Umlauf eine Nullrunde ritt, aber sich einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung von 0,41 Sekunden erlaubt hatte.

Haßmann mit viel Risiko

Im Stechen, in dem neun Hindernisse überwunden werden mussten, legte die amtierende Deutsche Meisterin im Springreiten, Simone Blum auf DSP Alice, eine Nullrunde in fantastischen 40,51 Sekunden hin – und legte damit die Grundlage für den Sieg? Fast schien es so, denn weder Niklas Krieg ebenfalls nach einer Nullrunde bei 44,56 Sekunden und der erst 25-jährige US-Amerikaner Michael Hughes bei 42,23 konnten Blums Zeit nicht knacken. Als Drittletzter im Stechen ritt Felix Haßmann unter tosendem Applaus in die Arena unter der Burgruine. Mit einem Husarenritt – zweimal nahm er den kürzersten aller denkbar möglichen Wege – nahm er jedes Risiko eines Abwurfs in Kauf. Doch sein Risiko wurde belohnt, am Ende stand die Null und 39,28 Sekunden.

Mit Laura Klaphake und Meredith Michaels-Beerbaum schafften zwar noch zwei Amazonen jeweils einen Nullfehlerritt, konnten die Zeit von Haßmann aber nicht mehr gefährden. (gsd)

Von Walter Gleitze

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