Olympiasieger zum Anfassen

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Der Sieger: Der Japaner Yoshiaki Oiwa besiegte die beiden deutschen Olympiasieger.

Immenhausen. Er war der Star beim Vielseitigkeits-Reitturnier auf Gut Waitzrodt. Obwohl mit Frank Ostholt noch ein weiterer Olympiasieger von 2008 am Start war, drehte sich fast alles um Andreas Dibowski.

Mit zwei Nachwuchspferden war der 49-Jährige aus Döhlen in der Lüneburger Heide am Start und sicherte sich den zweiten und vierten Rang.

„Die Bedingungen waren einfach perfekt und für junge Pferde eine Herausforderung“, sagte er. Dibowski war der Einladung von Josefa Sommer gefolgt, die sich selbst als Vielseitigkeitsreiterin einen Namen gemacht hat, allerdings beim Heimturnier verletzt passen musste. „Sie hat mich schon mehrmals eingeladen, diesmal hat es zeitlich gepasst und ich habe es keineswegs bereut“, lobte Dibowski die Veranstalter. Diesmal hätte der Zeitplan ideal gepasst, zumal auch Tochter Alina vor der Deutschen Meisterschaft in drei Wochen noch mal an den Start gehen konnte.

Aber was macht die Vielseitigkeit für den gebürtigen Hamburger aus? „Man baut ein sehr intensives und intimes Verhältnis zu seinem Pferd auf“, erklärte Dibowski. Im Gegensatz zu anderen Reitsportarten würden die Pferde selten von Bereitern ausgebildet, sondern vom Reiter selbst.

„Man muss an jedem Sprung wissen, wie sein Pferd reagiert, deshalb geht man die Strecke auch vorher noch mal genau ab. Man kann nicht einfach losreiten“, erklärt Dibowski, der von allen Reitern nur Dibo genannt wird.

Für die Großereignisse der kommenden Monate aber sieht das Mitglied des Championatskaders eher schwarz. Für die in Kürze anstehende Europameisterschaft ist er nur Reservist. „Für Olympia in Rio im kommenden Jahr wird es schwer“, prognostiziert Dibowski, denn nur vier der zehn Kaderreiter dürfen den Weg mit nach Brasilien antreten. „Die Qualifikation für Rio habe ich, aber einige haben bessere Pferde als ich“, erklärt Dibowski.

Lob an die Organisatoren

So gibt es vielleicht ein Wiedersehen in Nordhessen, denn auf der Siegerehrung richtete das Nordlicht noch mal ein paar Worte an die Besucher: „Das ganze Drumherum hat mich und die anderen Reiter begeistert. Waitzrodt hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen und wir haben uns extrem wohlgefühlt.“ (msf)

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