Der 45-Jährige dürfte jetzt sogar den Kurs für Deutsche Meisterschaften gestalten

Prüfung bestanden! Piotr Gospodarek  ist Parcours-Chef bis zur schweren Klasse

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Die Einsatzmöglichkeiten werden größer: Piotr Gospodarek hat erfolgreich die Prüfung zum Parcoursbauer bis zur schweren Klasse mit vier Sternen bestanden. Damit dürfte er Prüfungen für deutsche Meisterschaften gestalten.

Rittierode – In nur fünf Jahren hat Springreiter Piotr Gospodarek aus Rittierode die Ausbildung zum Parcourschef bis zu schweren Klasse mit vier Sternen erfolgreich absolviert. „Damit dürfte ich den Parcours für die deutsche Meisterschaft bauen“, sagt der am Mittwoch 45 Jahre alt gewordene Familienvater.

Er hat im Januar im Reitsport-Mekka Warendorf die schwierige, zweitägige Prüfung (Durchfallquote 40 Prozent) bestanden und ist jetzt im Landkreis Northeim als einziger auf diesem Niveau unterwegs.

Gospodarek hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen auf den Turnierplätzen der Region und darüber hinaus gemacht. Erst als Anwärter und als Assistent sowie anschließend als Parcourschef. Mit dem Bestehen der letzten Prüfung ist er nun der jüngste Parcoursbauer dieser Klasse in der Region. Im Nachbarkreis Göttingen gibt es lediglich noch Jörg Fredershausen (Duderstadt) und Herbert Hausknecht (Bovenden), die über diese höchste Qualifikation verfügen.

Doch diese Riege wird in absehbarer Zeit kleiner. Gospodareks Mentor Herbert Hausknecht, der in diesem Jahr 74 wird, möchte sich aus Altersgründen weiter zurückziehen. Jörg Fredershausen vertritt die Generation dazwischen.

Für Gospodarek ist es wichtig, dass die Springreiter ihre Runden flüssig reiten können. Bei einem Stechparcours ist es für ihn ideal, wenn zwischen 20 und 25 Prozent der startenden Paare die Endrunde erreichen. „Dann hat man vieles richtig gemacht.“

Bei der Gestaltung der Runden mit einer Hindernishöhe von bis zu 1,55 Metern bei einem Vier-Sterne-S-Springen kommt ihm seine Erfahrung als aktiver Turnierreiter zugute. Zu seinen Erfolgen in der Region zählen unter anderen der Gewinn des silbernen Steigbügels in Adelebsen 2012 und der Gewinn der Northeimer Kreismeisterschaft 2013.

„Ich kam zufällig im Alter von 13 Jahren zum Reiten“, sagt Gospodarek, der in der polnischen Uni-Stadt Lublin aufgewachsen ist. Zügig wurde er in den Landeskader berufen, ging an die Sportakademie in Warschau. Doch dann verliebte er sich bei einem Aufenthalt in Deutschland in seine heutige Ehefrau Sabrina, bekam mit ihr zwei inzwischen sieben und drei Jahre alte Kinder und entschloss sich, eine Berufsausbildung zu absolvieren.

In Northeim gehörte der Metallbaumeister zum ersten Absolventen-Jahrgang des so genannten Northeimer Modells am Bundesfachzentrum Metall und Technik, in dem Abiturienten in nur dreieinhalb Jahren zusammen Gesellen- und Meisterbrief erwerben können.

Mit einer großen Portion guter Laune und mit einer unbändigen Energie ausgestattet stellt er sich heute der Herausforderung, seinen Beruf als stellvertretender Fertigungsleiter in einer Metallbaufirma, seine Familie und die Parcoursgestaltung unter einen Hut zu bringen. Fest gebucht ist er für die Saison 2020 in der Region für die Turniere in Adelebsen, Moringen, Einbeck sowie in Nörten-Hardenberg. „Alles Turniere, auf denen ich selbst gern geritten bin.“

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