Reiten: Markus Friedel ist nicht zu toppen

Sicherte sich beim Heimturnier Bronze: Carina Pöttner auf Camira. Foto: zmp

Lelbach. Markus Friedel, wer sonst. Der Vorjahreszweite aus Twiste und sein 15 Jahre alter Wallach Numero Uno sind beim S*-Springen mit Siegerrunde am Sonntag in Lelbach ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.

Als der für den RFV Nethegau-Brakel reitende Friedel nach 33,9 Sekunden und ohne Fehler mit Numero Uno die Zielschranke nach dem zweiten Umlauf passierte, stand der Sieger fest. Zu deuteln gab es daran nichts. Die zweitplazierte Leonie Jonigkeit (Wolbeck) und Chapella ließen zwar ebenfalls alle Stangen liegen, benötigten aber gut eine Sekunde mehr (34,97).

Als dritte der acht Aktiven in der Siegerrunde blieb Lokalmatadorin Carina Pöttner ohne Abwurf. Damit war ihr und ihrer zwölfjährigen Holsteiner-Stute Camira der Bronzeplatz in 36,36 Sekunden sicher. Andere bewältigten den Stechparcours schneller, aber eben nicht fehlerlos. „Ich reite nicht so häufig S. Da freut mich eine solche Platzierung ganz besonders, auch weil es auf dem eigenen Turnier gelungen ist“, sagte Carina Pöttner, die als Schriftführerin auch im Vorstand des RFV St. Kilian mitarbeitet.

Carina Pöttner sagte, sie komme etwa auf zwei Hände voll S-Platzierungen. Markus Friedel hat da als Profi mit eigenem Unternehmen schon von Berufs wegen mehr vorzuweisen. Bei dem dreitägigen Turnier in Lelbach machten er und Numero Uno eine runde Sache perfekt: Reiter und Pferd erzielten ihren 60. gemeinsamen S-Sieg. Keine Selbstverständlichkeit für ihn: „Der Parcours im S-Springen war sehr anspruchsvoll und auch die Parcoursbauer haben sich größte Mühe gegeben“, fand Friedel.

Der gebürtige Mittelfranke nutzte das Turnier nicht allein, um sich die Prämie im S-Springen zu sichern, sondern auch, um seine jungen Pferde starten zu lassen. Er gewann bei diesem Turnier fünf Springprüfungen, darunter wie berichtet ein M*-Springen am Samstag.

Daniel Erd, der am zweiten Turniertag schon zwei M*-Siege erreicht hatte, ließ am Sonntag einen dritten folgen. Der Bad Wildunger gewann mit Conquistador die zweite Abteilung des geschlossen ausgeschriebenen M*-Punktespringens. Die beiden Abteilungen L-Springens dominierten auswärtige Reiter - mit der Ausnahme Markus Friedel, der auf Nachwuchspferd Quilotta die zweite Abteilung für sich entschied.

Ein großer Spaß für Mitwirkende und Zuschauer war das Mannschaftsspringen mit Kostümwertung. „Unheimlich schön“, berichtete Carina Pöttner. Das Lelbacher Quartett „Die Bauern“ mit Patricia Prehn mit Cigra, Celina Götze (Domino von Ramira), Jennifer Prehn (Jolly Jumper) und Anne Schäfer (Qienna) ging aus der Prüfung mit sieben Teams am Start als Gewinner hervor. Auf die Plätze zwei und drei kamen der RV Vöhl und die zweite Lelbacher Mannschaft („Marios Jumper“).

Im Lande blieb übrigens auch der erste Platz in der schwierigsten Dressurprüfung des Turniers. Die Korbacherin Bryndis Trienekens (sie startet für den RFV Dahl-Hiltrup) gewann auf Walpolicello mit der Wertnote 7,6. Jutta Freudenfeld-Waid (Bad Wildungen/7,40) machte mit Dream JK als Dritte hinter Annette Lange-Mihr (Großenritte/7,5) die Sache rund.

Auch in den L-Dressuren des Sonntags schnitten die heimische Aktiven prima ab. Allen voran Elana Gronewold-Pfannschmidt (Pferdezentrum Edersee), die sich auf Marjellchen den „Kandare“-Sieg holte und mit 7,9 Punkten Julia Piechot (Vöhl) und Da Vinci (7,8) auf Platz zwei verwies. In der auf Trense gerittenen Dressur belegte die Wildungerin Rita Joraschweski mit Ranja und der Wertnote 7,5 Platz zwei. (mn/rsm)

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