Erste Vereine der Region haben ihre Turniere bereits abgesagt

Die Reiter in Südniedersachsen bangen um ihre grüne Saison

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Das Coronavirus hat den heimischen Reitern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Start in die grüne Saison ist vorerst verschoben. Unklar ist, wie es weitergehen wird.

Northeim – Sorgenvolle Gesichter beim Pferdesportverband Südniedersachsen angesichts der Coronakrise: „Der Schulungsbetrieb wurde eingestellt und Turniere abgesagt“, sagt die Vorsitzende des Verbandes, Antje Koch aus Einbeck.

Vorerst bis einschließlich des 18. April sind - wie von der niedersächsischen Landesregierung angeordnet - alle Turniere als Sportveranstaltungen abgesagt. Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, kann diese Zwangspause aber auch verlängert werden. Vorsorglich haben erste Vereine schon danach liegende Termine gestrichen, so zum Beispiel der Uslarer Eichenhof, der sein beliebtes Dressur- und Springturnier bis zur Klasse M eigentlich vom 1. bis 3. Mai stattfinden lassen wollte.

Aber nicht nur Turniere sind abgesagt, sondern auch Lehrgänge für Reiter und weitere Veranstaltungen der Vereine. So beispielsweise die „Volle Möhre Osterparty“ des ländlichen Reit- und Fahrvereins Moringen, die für Ostersonntag, 12. April geplant war.

Unterdessen hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Verhaltensempfehlungen herausgegeben, um die Versorgung und Betreuung der Pferde unter den Corona-Vorzeichen zu gewährleisten. Betroffen davon sind im Pferdesportverband Südniedersachsen, der die Landkreise Northeim und Göttingen umfasst, 95 Vereine mit 6400 Mitgliedern. Antje Koch: „Wir raten jedem Verein, sich strikt daran zu halten.“

Diese Empfehlungen werden tagesaktuell überarbeitet und angepasst. Unter anderem heißt es in ihnen, dass der Reitunterricht und der Schulbetrieb in allen Pferdesportanlagen eingestellt werden muss. „Damit brechen jedoch wichtige Einnahmen für Vereine und Betriebe weg“, sagt Koch.

Das ist bitter für die Vereine, insbesondere wenn auch noch Turniere gestrichen werden müssen. Sie tragen oft genug massiv zur Finanzierung des Vereinsbetriebs bei. Auch durch den Verkauf von Speisen und Getränken der oft gut besuchten Veranstaltungen.

Zu den Ställen haben ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen Zutritt. Bei Bedarf muss ein Anwesenheitsplan erstellt werden, um die Anzahl der Menschen, die sich im Stall aufhalten, zu minimieren. 

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