Fünf Aspekte der Sitzung des Kreisreiterbundes Werra-Meißner in Jestädt

Reiter setzen neue Reize

Leistungen fördern: Talente wie Sophia Oelmann aus Wanfried gibt es im Kreis genug. Mit einem neuen Konzept möchte der Kreisreiterbund sie zur zahlreichen Teilnahme motivieren. Fotos: Weber/nh

Jestädt. Der Kreisreiterbund Werra-Meißner veranstaltet jährlich die Kreismeisterschaften in der Dressur und im Springen sowie den Werra-Meißner-Cup. In einigen Leistungsklassen konnten die Meisterschaften allerdings nicht ausgetragen werden wegen zu geringer Teilnehmerzahlen. Deshalb lud der Vorstand des Kreisreiterbundes um den Vorsitzenden Jörg Zeidler Reiter, Fahrer und Turnierveranstalter nach Jestädt ein, um zu diskutieren, wie die Kreismeisterschaften attraktiver gestaltet werden könnten.

1. Das Problem: Es gibt im Werra-Meißner-Kreis zwar zahlreiche aktive und talentierte Reiter und Amazonen aller Leistungsklassen. Doch finden die Kreismeisterschaften nur eine geringe Resonanz. Zum einen identifizieren sich die meisten Reiter offenbar nicht genügend mit dem Kreisreiterbund. Zum anderen gibt es auch organisatorische Gründe: Qualifikation und Finale finden auf demselben Turnier statt, liegen aber zeitlich weit auseinander.

2. Das Beispiel: Als ein gelungenes Beispiel, wie man genügend junge Reiter für die Teilnahme gewinnen kann, führte Vorstandsmitglied Frank Ziska (Wanfried) den Drei-Länder-Cup an. Er hatte sich mit zwei Turnierveranstaltern aus benachbarten Bundesländern zusammengeschlossen, um drei Turniere zu veranstalten, zwei Qualifikationen und ein Finale. Durch die Teilnehmer aus den anderen Bundesländern konnte so jeweils ein größeres Starterfeld für das eigene Turnier generiert werden. Sponsoren konnten leichter gewonnen werden.

3. Die Ideen: Für die Kreismeisterschaft wünschten sich die anwesenden Aktiven, dass es für die Leistungsklassen 4, 5 und 6 jeweils einen separaten Titel gibt. Sie sahen einen Vorteil darin, die Qualifikation zur Meisterschaft auf mehrere Turniere zu verteilen, wie es beim Werra-Meißner-Cup gehandhabt wird. Um das Programm zu straffen, sollte es einen eigenen Meisterschafts-Tag geben. Und um den Anreiz noch zu steigern, könnten Sieg und Platzierung die Teilnahmevoraussetzung an einer überregionalen Meisterschaft darstellen.

4. Die Voraussetzungen: Einige Voraussetzungen wären allerdings zu beachten, um einen fairen Wettbewerb zu garantieren. So solle jeder Teilnehmer wenigstens zwei Qualifikationen reiten. Auf den Turnieren der sechs Turnierveranstalter im Kreis könnten Punkte für die Qualifikation in geeigneten Prüfungen gesammelt werden. Wenn diese mit unterschiedlichen Pferden geritten werden, müsste jeder Teilnehmer anschließend sein Pferd für das Finale vor der Finalprüfung verbindlich festlegen.

5. Das Konzept: Bereits am Ende der Sitzung hatten sich die Teilnehmer auf ein Konzept geeinigt. So kann nun jeder Teilnehmer in der Saison Punkte in bestimmten Prüfungen (siehe Kasten) auf verschiedenen Turnieren im Kreis sammeln. Es gibt eine separate Wertung in den Leistungsklassen 4, 5, 6 und 0 (Werra-Meißner-Cup). Die Endwertung setzt sich aus einer Qualifikation, einer Einlaufprüfung und dem Finale zusammen, dessen Ergebnis 1,5-mal zählt. Der Kreisreiterbund richtet ein eigenes Turnier für die Teilnehmer der Kreismeisterschaft aus. Voraussichtlicher Termin ist der 3./4. Oktober in Hessisch Lichtenau. (nh) HIntergrund

Von Kristin Weber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.