Reitsport: Bei der 37. Auflage des Burgturniers in Nörten-Hardenberg starten 47 Springreiter aus 16 Nationen

Wer schnappt sich die Peitsche?

Das Objekt der Begierde: In den Jahren 2001 und 2013 (Foto) hat Lars Nieberg die Goldene Peitsche gewonnen. Mit einem weiteren Triumph im wichtigsten Wettbewerb des Burgturniers würde der 51-Jährige die Wandertrophäe dauerhaft in seinen Besitz bringen. Archivfoto: Jelinek/nh

Nörten-Hardenberg. Der Kampf um die Goldene Peitsche fasziniert beim Burgturnier in Nörten-Hardenberg (7. bis 10. Mai) seit vielen Jahren die Reitsport-Freunde in der Region. „Wir feiern in diesem Jahr 60 Jahre Goldene Peitsche“, sagte Carl Graf von Hardenberg am Dienstagabend bei der abschließenden Pressekonferenz. Und wie in jedem Jahr, so muss sich der Gastgeber auch vor der 37. Auflage des Traditionsturniers mit dem Thema befassen, dass die begehrte Wandertrophäe endgültig in den Besitz eines Springreiters übergehen könnte.

Das Reglement besagt, dass die Peitsche nur von demjenigen endgültig mit nach Hause genommen werden kann, der sie entweder zweimal direkt hintereinander oder drei Mal im Laufe der Jahre gewinnt. In der langen Geschichte des Burgturniers ist dies lediglich Hans Günter Winkler gelungen, der die Peitsche in den Jahren 1955, 1957 und 1978 gewann. Am Sonntag muss der Veranstalter bei gleich drei Teilnehmern ganz genau hinsehen. Bei Lars Nieberg, der in den Jahren 2001 und 2013 siegte, bei Holger Wulschner, der 2006 und 2008 gewann und bei Vorjahressieger Denis Lynch.

Carl Graf von Hardenberg sieht einem möglichen Verlust der Trophäe gelassen entgegen. „Irgendwann hat immer jemand Nerven“, sagt der Gastgeber. Unterstützung erhält er von Lars Nieberg. „47 Reiter sind beim Burgturnier dabei, mindestens 28 davon traue ich den Peitschen-Sieg zu“, sagt der 51 Jahre alte ehemalige Olympiasieger. Seine eigenen Chancen spielt Nieberg herunter. Immerhin war er am vergangenen Wochenende noch bei einem Turnier in Peking im Einsatz. „Das ist als Vorbereitung für das Burgturnier nicht gerade optimal.“

Funke setzt auf Lynch

Dr. Kaspar Funke glaubt dagegen fest daran, dass im kommenden Jahr eine neue Trophäe auf den Sieger warten wird. „Die Peitsche wird in diesem Jahr den Ort verlassen“, sagt der Organisator des Burgturniers. Er habe im Vorfeld mit Vorjahressieger Lynch gesprochen. Der Ire habe ihm versichert, dass er alles daran setzen werde, noch einmal zu gewinnen. „Und er ist gut in Form. Ich wette 500 Euro, dass die Peitsche weg sein wird“, meinte Funke. Carl Graf von Hardenberg ließ sich da nicht lange bitten. „Ich halte dagegen“, entgegnete der Gastgeber. Und während Funke darauf hinwies, dass er bei einem Gewinn das Geld spenden werde, denkt sein Wett-Kontrahent schon an die kommenden Jahre. „Ich werde das Geld in eine neue Goldene Peitsche investieren“, entgegnete von Hardenberg. Fotos: Oschmann/nh

Von Ralf Walle

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