Schrader überrascht mit Kreis-Titel im Springreiten

TITELTRÄGER:Jennifer Schrader im Sattel von Ramsey (re.) gewann die Leistungsklasse 5. Mit Sarah-Magdalena Meyer (Eschwege), Lilly Nickel (Witzenhausen), Jenna-Carolin Meyer (Eschwege), Gina Steinfeld (Ellingerode), Svenja Aßmann (Hessisch Lichtenau) und Lea-Sophie Dorsch (Witzenhausen/ von links) präsentieren sich die Kreismeister der Leistungsklassen 0 und 2/3. Fotos: kw

Hessisch Lichtenau. Erfolg ist nicht planbar – diese These untermauerte Jennifer Schrader (Witzenhausen) auf der Kreismeisterschaft im Reiten in Hessisch Lichtenau.

Als sie mit ihrem Rappen Ramsey in den Parcours startete, brachte sie 56 Punkte aus den Qualifikationen mit. Zusammen mit Janina Lambach (Waldkappel) lag sie im Springen der Leistungsklasse 5 damit nur auf dem geteilten vierten Rang. Wahrlich keine gute Aussichten im Titelrennen.

Doch Ramsey war gut in Form. So kam die Reiterin mit dem ersten fehlerfreien Umlauf in der Finalrunde über die Ziellinie. Das war ein Grund zur Freude, doch jetzt hieß es erst einmal warten. Denn die Favoriten würden ja noch starten.

Als Leon Schmidt (Wanfried) im Anschluss acht Fehlerpunkte verbuchte, stiegen die Chancen von Jennifer Schrader. Und auch Leon Schmidts Schwester Paula leistete sich auf Chronos einen Abwurf. Schließlich blieb Anna-Lena Beckers (Eschwege) Calle Cracker vor dem Hindernis stehen, weshalb 6,5 Fehlerpunkte auf Beckers Rechnung addiert wurden. Das bedeutete für Jennifer Schrader: Mit einem halben Punkt Vorsprung der unverhoffte Kreismeistertitel in der Leistungsklasse 5.

Zum ersten Mal richtete der Kreisreiterbund Werra-Meißner für das Finale der Kreismeisterschaft ein eigenes Turnier aus. Mit dem Ziel, mehr Teilnehmer für einem Start zu motivieren, waren nach einer Befragung der Aktiven zu Beginn des Jahres die Regeln für die Qualifikation geändert worden und ein eigener Termin für das Finale anberaumt. Der RSV Lindenhof Hessisch Lichtenau stellte seine Reitanlagen zur Verfügung und organisierte den Springwettbewerb, während der Witzenhäuser Verein die Dressur durchführte und der Ponyhof Schlossberg die Bewirtschaftung übernahm.

Gina Steinfeld (Ellingerode) musste im Springen der Leistungsklasse 0 als erste in den Parcours. Doch mit einer Stilnote von 7,7 und immer im Einklang mit ihrem Pferd, wie ihr die Richter bescheinigten, ließ sie Lilly Nickel und Lea-Sophie Dorsch (beide Witzenhausen) auf den Plätzen hinter sich und holte sich den Titel. Denn auch das war neu: in den Leistungsklassen 0, 5 und 6 gab es jetzt jeweils einen eigenen Meistertitel. Von dieser Neuerung profitierte auch Jette Auell (Hessisch Lichtenau). Aus den Qualifikationen in der Dressur der LK 0 brachte sie die volle Punktzahl mit und holte sich dann mit einer 7,4 in der E-Dressur ebenfalls eine Meisterschaftsschärpe. Jörg Zeidler, Vorsitzender des Kreisreiterbundes, zog ein positives Fazit. „Wir haben die regionalen Turniere durch die Möglichkeit zur Qualifikation belebt“, sagte Zeidler. Die Resonanz hätte aber besser sein können. „Wir haben uns mehr Teilnehmer gewünscht. Ob wir im kommenden Jahr noch einmal ein separates Finale stemmen können, steht noch nicht fest.“

Von Kristin Weber

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