Borkener Talent Johanna Schmidt stark als Dritte beim Höhepunkt – Dorothee Rininsland-Schröder gut dabei

Sieben auf einen Streich für Plock

Der letzte Ritt war entscheidend: Frank Plock gewann auf Miss Picky den Höhepunkt des Fritzlarer Freilandturniers und verhinderte somit ein seltenes Stechen, in dem Reiter mit vier Fehlerpunkten am Start sind. Foto: Kasiewicz

Fritzlar. Frank Plock war einmal mehr zu gut: Der 40-Jährige drückte dem Freilandturnier des LRFV Fritzlar erneut seinen Stempel auf. Bei neun Starts gelangen dem Vorzeige-Reiter aus Borken sieben Siege. Darunter auch beim Höhepunkt der Veranstaltung, dem abschließenden S*-Springen mit Stechen.

Genauer gesagt: dem S*-Springen, das dank ihm ohne Stechen über die Bühne ging. Denn für alle Reiter-Pferd-Paare zuvor war der lang gezogene Parcours mit zwölf Hindernissen zu schwierig. Vor allem an der dreifachen Kombination mit zwei Ochsern entlang der Zuschauertribüne trennte sich die Spreu vom Weizen. Auch beim Wall auf der Gegenseite gab’s häufig Probleme. Ohne Fehler kam niemand durch. Bis Frank Plock als Letzter aufsattelte. 79,08 Sekunden später hatte es der Seriensieger mal wieder geschafft und freute sich über den Erfolg auf seiner belgischen Stute Miss Picky.

„Schade fürs tolle Publikum, dass es kein Stechen gab. Das Turnier wird aber von Jahr zu Jahr besser“, lobte Plock und spielte vor allem darauf an, dass auf dem mit Sand bestückten Grasplatz ohne Stollen geritten werden konnte. War der zweite Platz dahinter für Söhnke Wenzel (RC Pegasus Göttingen auf Lausebub (4 Fehler/80,10 Sekunden) durchaus zu erwarten, überraschte Johanna Schmidt (RC Passin) auf Quais Quambel (4/81,08) als Dritte.

Denn das war für die 19-Jährige überhaupt erst ihre fünfte S-Prüfung. Ihre erste Platzierung hatte sie vor vier Wochen beim Turnier in Landenhausen als Siebte. „Ich war total nervös und fand das Springen mega schwer“, sagte die gebürtige Mecklenburgerin, die seit sechs Jahren in Borken lebt und seit einem halben Jahr bei Plock trainiert. Auf ihrem neunjährigen Hannoveraner Quasi Quambel legte sie in 81,08 Sekunden einen eleganten Ritt mit vier Fehlerpunkten hin und platzierte sich somit vor der starken Bad Zwestenerin Dorothee Rininsland-Schröder (RFV Schwalmpforte) auf Claire S (4,25/86,25).

Auch bei der S*-Prüfung war Plock eine Klasse für sich und feierte einen Doppelsieg. Und zwar fehlerfrei wiederum auf Miss Picky (61,54) vor Lexus (64,09), dem 15-jährigen Holsteiner Wallach. Söhnke Wenzel kam ebenfalls ohne Strafpunkt durch, war in 73,58 Sekunden aber deutlich langsamer. Aus heimischer Sicht wurde Rininsland-Schröder hier auf Claire S (4/64,58) Sechste und verhinderte eine weitere Platzierung für Johanna Schmidt auf Quasi Quambel (4/64,88).

Ein Stechen hatten die Zuschauer zuvor zu sehen bekommen. Und zwar beim M**-Springen. Plock gab dabei seinen jungen Pferde eine Chance. Valentina war die schnellste und bekam nach einem fehlerfreien Ritt in 35,92 Sekunden die Goldene Schleife vor Cora (0/36,57) und Mr. Boombastic (4/36,38). Marc Andreas Bettinger (Kalbsburg Reitteam Borken) konnte sich auf Veltimo als Sechster gut platzieren.

Nur Zey und Erd vor Plock

Auch beim M*-Springen (0/54,23 auf Antonia), bei der Punkte-M* (44.00/47,16 auf Agatha Christy), Springpferde L (8,4 auf Lucky Strike) und Zwei-Phasen-Prüfung Kl. L (0/25,17 auf Jepbalo) siegte Plock. Nur bei der zweiten Abteilung der M*-Prüfung (Daniel Erd aus Bad Wildungen gewann auf Conquistador) sowie Springpferde-M* (Stallkollegin Shari Zey trumpfte auf Casallino auf) musste er sich geschlagen geben. Foto: Kasiewicz

Von Sebastian Schmidt

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