Vielseitigkeitsreiterei: Plätze eins und vier für Antje Schöniger in Holzerode

Sieg geht nach Sachsen

Da spritzt das Wasser hoch: Frank Ostholt, Olympiasieger in der Vielseitigkeitsreiterei, landete mit Jum Jum aber nur auf dem neunten Platz. Foto: Niesen

Holzerode. Die aus Lengenfeld im sächsischen Vogtland stammende Antje Schöniger hat bei dem international besetzten CIC**-Vielseitigkeitsturnier in Holzerode abgesahnt: Die 28 Jahre alte Reiterin siegte in der Gesamtwertung mit ihrem 14 Jahre alten Deutschen Sportpferd FST Schoensgreen Quebec in der Gesamtwertung (49,40 Punkte). Außerdem holte sie mit ihrem zweiten Pferd, dem achtjährigen Deutschen Sportpferd Schoensgreen Continus den vierten Platz (57,10).

Die Amazone ist Stammgast in Holzerode. „Ich bin schon das vierte oder fünfte Mal hier“, sagte sie bei der Siegerehrung. Für ihr Siegerpferd Quebec gab es eine dicke Anerkennung. „Er ist unglaublich leistungsbereit.“ Antje Schöniger will auch im kommenden Jahr wieder in Holzerode an den Start gehen.

Hinter der glücklichen Gewinnerin schob sich Faye Füllgraebe (RSG Altheim) mit ihrer in Belgien gezogenen Stute Quebec auf Platz 2 (52,60). Die Lebensgefährtin des dreifachen Olympiasiegers Michael Jung (Horb am Neckar) war bei dem abschließenden Geländeritt allerdings elf Sekunden langsamer als Antje Schöniger, sodass sie ihr nicht mehr gefährlich werden konnte.

Olympiasieger nur Neunter

Platz drei ging an Juliana Kaup (RV Vögelsen-Mechtersen) mit ihrer zehnjährigen westfälischen Stute Princess Pancake (57,10). Die für Australien startende Isabell Englisch, die ebenfalls von Michael Jung betreut wird, kam mit ihrem achtjährigen Wallach Nikko Brown auf Platz fünf (67,40). Für Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (RFV Vornholz), gleichzeitig Bundestrainer der jungen Vielseitigkeitsreiter, blieb mit seinem siebenjährigen westfälischen Nachwuchspferd Jum Jum nur Platz neun (80,80). Mit seinem siebenjährigen Deutschen Sportpferd Carlson wurde er sogar wegen dreimaligen Verweigerns im Geländeritt disqualifiziert.

Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski (Pferdezucht und RV Luhmühlen) trat zum Geländeritt nicht mehr an.

Der Vielseitigkeitswettbewerb mit den Disziplinen Dressur, Springen und dem abschließenden Geländeritt auf der wunderschön gelegenen, 13 Hektar großen Anlage des Reit- und Fahrverein Holzerode fand großen Anklang. „Es ist alles gut gemacht“, sagte Olympiasieger Michael Jung, der diesmal nur als Trainer und nicht als einer der besten Vielseitigkeitsreiter der Welt unterwegs war. Wenn es in den Terminkalender passt, könnte er sich ein Wiederkommen vorstellen.

Den Sieg in der internationale CIC*-Prüfung sicherte sich Rebecca-Juana Gerken mit ihrer sechsjährigen Holsteiner Stute Day of Glory (38,30) vor Freya Füllgraebe (RSV Gut in den Höfen) mit der neunjähriger Trakehner-Stute Bisazza (41,20) und den für Belgien startenden Julien Despontin mit dem achtjährigen Holsteiner Wallach Clever Man Waf (41,40).

Von Hans-Peter Niesen

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