Zwei-Sterne-S-Wettbewerb der Springreiter

Jörg Schäfer startet beim Pfingstturnier in Richelsdorf 

Mit diesem Duo ist in S-Springen immer zu rechnen: Hessenmeister Jörg Schäfer vom Gastgeber RFV Richelsdorf auf Gino . Foto: Studio Moog/Sontra/nh

Richelsdorf. Mit Gino bildet der Hessenmeister im Springreiten ein Traumpaar. Auch im Großen Preis am Pfingstmontag, einem Zwei-Sterne-S-Springen, das um 13.30 Uhr beginnt, ist den beiden trotz großer Konkurrenz ein Erfolg zuzutrauen.

Wenn es um den Sport geht, ist Jörg Schäfer ehrgeizig. „Also, wenn ich schon zu einem Turnier hinfahre, dann möchte ich auch gerne vorn mit dabei sein“, sagt er. Das gilt auch und gerade für das heute beginnende Pfingstfestival der Springreiter in Richelsdorf (Zeitplan rechts). Denn seit dem vergangenen Jahr reitet er für den RFV Richelsdorf und fühlt sich wohl in seinem neuen Umfeld. Seinem neuen Klub hat er auch gleich einen Titel beschert, denn auf dem zehnjährigen Wallach Gino wurde er 2015 Hessenmeister.

Wohl der Pferde liegt ihm am Herzen

Jörg Schäfer, der aus Weißenhasel stammt, gewinnt gerne, aber nicht um jeden Preis. Das Wohl seiner Pferde ist dem Familienmenschen aus Bad Sooden-Allendorf ganz wichtig. Neben Ehefrau Andrea und Tochter Jessica gehören eben auch seine Pferde mit zur Familie.

Mit Gino befindet sich Jörg Schäfer nicht erst seit dem Triumph bei der Landesmeisterschaft auf Erfolgskurs. Seit Jahren bilden die beiden ein starkes Team. „Wenn Gino in den Parcours geht, kämpft er immer“, erzählt der Reiter. Es sei, als verstünde der Wallach, worum es gehe, wenn die Startglocke läute. Gino wiehere sogar jedes Mal kurz, wenn er in den Parcours komme. Sein Gruß ans Publikum.

Jörg Schäfer respektiert seine Pferde, er spürt sie, kann sich in sie hineinversetzen. Vielleicht gibt er auch deshalb ein so harmonisches Bild ab, wenn er sie mit ruhiger Hand und scheinbar mühelos durch den Parcours steuert. Die Begeisterung für den Reitsport bekam der Nordhesse in die Wiege gelegt. Sein Vater war ebenfalls Turnierreiter. Früh saß der kleine Jörg schon im Sattel.

Nach der Ausbildung zum Maler und Lackierer ging Jörg Schäfer für zwei Jahre als Berufsreiter zum Stall von Paul Schockemöhle, wo er von den Besten lernen konnte. Anschließend besuchte er die Bundeswehr-Sportschule in Warendorf. Doch obwohl ihm viele Freunde immer wieder geraten haben, er solle doch als Berufsreiter weitermachen, hat sich Jörg Schäfer für den Amateursport entschieden. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie es jetzt ist“, sagt er.

Neben seinem Beruf als Mitarbeiter einer Druckerei und Buchbinderei hat Jörg Schäfer in Bad Sooden-Allendorf einen Stall für seine Pferde gepachtet. „Wir haben nun zwar ein Jahr lang intensive Arbeit am Stall und an den Reitanlagen hinter uns, doch hatten wir auch viel Hilfe von der Familie und Freunden.“ Einer von ihnen ist sein neuer Klubkollege Heiner Kohrock, der ihm nicht nur Trecker geliehen hat, sondern auch selbst Hand mit anlegte beim Erneuern des Sandplatzes.

Kraft tanken im Gelände

Jörg Schäfer trainiert seine Vierbeiner aber nicht nur auf dem Platz. „Turnierpferde sind Hochleistungssportler. Wir haben hier ein tolles Gelände, und bei diesen Ritten können sich die Pferde viel Kraft aneignen“, sagt der Inhaber des Goldenen Reitabzeichens.

Mit dem Job im Schichtdienst ist die Arbeit mit seinen Pferden nicht immer leicht zu vereinbaren. Zum Glück packen aber Frau und und Tochter tüchtig mit an.

Mehr Informationen zum Pfingstfestival unter www.rfv-richelsdorf.de

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