Tebbel besiegt die „Banausen“ im Championat von Nörten-Hardenberg

Der Himmel hatte nach dem verregneten Freitag ein Einsehen: Bei herrlichem Wetter waren am Samstagnachmittag 47 Teilnehmer beim Championat von Nörten-Hardenberg dabei. Foto: Jelinek/gsd

Nörten-Hardenberg. „So recht habe ich nicht daran geglaubt, das Championat gewinnen zu können. Im Stechen kamen ja noch einige Banausen nach mir dran, die mir diesen Erfolg noch hätten streitig machen können“, witzelte René Tebbel nach seinem Sieg beim zweitwichtigsten Springen des 39. Hardenberg Burgturniers, dem Championat von Nörten-Hardenberg. Alle 47 Reiterinnen und Reiter sahen die Zuschauer auch am letzten Turniertag beim Großen Preis um die Goldene Peitsche. „Sechs bis sieben Jahre war ich nicht in Nörten, und jetzt der Sieg“, staunte der 48-jährige Tebbel, der seit Anfang 2015 für die Ukraine reitet.

Der Parcours, konzipiert von Frank Rothenberger, einem der renommiertesten Parcours-Bauer der Welt, schien anfangs, so sah es zumindest aus, den hohen Anforderungen eines Championats nicht so ganz gerecht werden zu können. Denn von den ersten vier Reitern legten mit den beiden Deutschen Eva Bitter auf Conte-Bellini und Friso Bormann auf Crazy Cato und der Russe Vladimir Beletskiy auf Falkon E gleich drei Reiter einen Nullfehlerritt hin.

Es sollten bei herrlichem Sonnenschein und der Burgruine bei insgesamt 47 Teilnehmern zehn weitere folgen, so dass insgesamt 14, darunter zehn Reiter, dabei auch Vorjahressieger Felix Haßmann, und vier Amazonen, sich für das einmalige Stechen qualifizieren konnten. Nicht dabei waren unter anderem die deutschen Weltklassereiter Carsten-Otto Nagel (12 Strafpunkte) und Markus Beerbaum, dessen Pferd Cool Hand Luke zweimal verweigerte und so die Disqualifikation nach sich zog. Die „Beerbaum-Farben“ aber hielt seine Frau Meredith Michaels-Beerbaum hoch. Sie hatte sich für das Stechen qualifiziert, kam da aber auf Jackie Brown nach einem Abwurf nur auf Rang acht.

Klaproth im Stechen

Im Stechen legte Eva Bitter einen Nullfehlerritt in der Zeit von 39,77 sec. hin. Als vierter Reiter war Tebbel auf seinem Pferd Consun an der Reihe, der sich vor dem dritten Hindernis keine Zeit ließ, dieses ganz eng anritt und so die notwendige Zeit für den späteren Sieg sparte. An seine Zeit von 34,89 sec. nach einem Nullfehlerritt kamen die nachfolgenden Starter nicht mehr heran – am dichtesten allerdings noch Laura Klaphake, die sich lediglich um die Winzigkeit von 0,83 sec. geschlagen geben musste.

Das Stechen hatte auch Lokalmatador Dirk Klaproth erreicht, hatte da aber einen Abwurf in der Zeit von 45,10 sec. und belegte damit den zwölften Platz. (gsd)

Von Walter Gleitze

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