Reiten: Christian Kukuks Burgturnier-Premiere / Er ist mit dem Bayern-Star befreundet

Mit Thomas Müller auf du und du

Top, da will er hin: Christian Kukuk zeigt’s an – der Warendorfer freut sich schon auf seinen erstmaligen Start beim Burgturnier in Nörten. Foto: Oschmann

Göttingen. Mit einem der Super-Stars von Fußball-Rekordmeister Bayern München auf du und du zu sein, ist für die meisten „Normalsterblichen“ wohl eher unmöglich. Für Christian Kukuk ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. Er hat den Fußball-Nationalspieler und dessen Frau Lisa über die Reiterei kennengelernt. Wenn es die Zeit erlaubt, trifft man sich immer wieder mal.

Vom 20. bis 22. Mai wird dazu jedoch keine neue Gelegenheit bestehen. Dann nimmt der aus dem Pferdesportort Warendorf stammende Kukuk (23) am alljährlichen, traditionellen Burgturnier in Nörten-Hardenberg teil „Zum ersten Mal“, wie der sympathische Jungreiter erzählt. „Ich kenne das Nörtener Turnier außer von TV-Bildern noch gar nicht, das hat sich irgendwie nie ergeben.“ Umso gespannter und erwartungsfroher ist er nun vor seiner Nörten-Premiere.

„Ich habe die ganzen Schwärmereien vom Burgturnier mitbekommen“, sagt Kukuk. Mutter Inge und Vater Norbert sind regelmäßige Stammgäste unter der Burgruine. „Es ist sicher eines der besonderen Turniere“, sagt der Westfale, der im Stall von Ludger Beerbaum („mein Chef“) in Riesenbeck als Bereiter tätig ist. Über Beerbaum ist auch der Kontakt zu Thomas Müller zustande gekommen, dessen Gattin als Dressurreiterei sportlich aktiv ist. So kam es, dass Kukuk mal ein Springpferd der Müllers bewegte.

Zuletzt besorgte Müller Kukuk Tickets für den Bundesliga-Hit zwischen Dortmund und den Bayern. Passte prima, denn zur selben Zeit ritt Kukuk bei einem Turnier in der westfälischen Metropole. Kukuks Affinität zum Fußball rührt auch daher, dass er wie viele Jungs den Kindheitstraum hatte, Kicker-Profi zu werden. Da seine Familie aber immer mit dem Reitsport verbunden war (der Großvater war in einem Landgestüt tätig), fand Kukuk im Lauf der Zeit immer mehr Gefallen am „Pferdevirus“.

Keine hohen Erwartungen

Für Nörten will er „nicht zu hohe Erwartungen“ hegen. „Ich will mich konstant zeigen. Zuletzt lief es ganz gut. Ich habe ein paar gute Pferde.“ Mitbringen wird er seine drei Pferde Carilot, Linonchello und Carinu. Welches davon er reiten wird, steht noch nicht fest. Dr. Kaspar Funke, Mitorganisator des Burgturniers, attestiert Kukuk „schöne Runden“, will heißen: Ästhetische Ritte im Parcours. So wie zuletzt in Leipzig bei einem Weltcup-Springen oder zuvor in Braunschweig oder Dortmund. „Draußen soll es jetzt so weitergehen wie in der Halle“, hofft Kukuk. Siegerritte sind noch nicht sein vorrangiges Ziel. Eine Top-Zehn-Platzierung bedeute ihm indes schon viel. Und: „Ich möchte im Nationenpreis starten.“

Eine besondere Ehre und Überraschung wurde Kukuk im März 2015 zuteil. Für besondere sportliche Leistungen wurde ihm das Goldene Reitabzeichen verliehen. Die Laudatio dazu hielt dazu per Videobotschaft – Thomas Müller! (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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