Verkürzung des Burgturniers zahlt sich aus / Die 38. Auflage erlebten 36 200 Besucher

Aus vier mach drei Tage

Spektakulär: Mario Stevens jagt durch den Parcours. Viele Reiter lieben den engen Turnierplatz auf dem Hardenberg. Foto: Jelinek/gsd

Nörten-Hardenberg. Tradition verpflichtet: Das abgelaufene Burgturnier war bereits die 38. Auflage des schönsten Freiluftturniers im niedersächsischen Reitsport. Einen Grund, zu sehr an den Stellschrauben des dreitägigen Springsportspektakels zu drehen, hatten die Organisatoren in den vergangenen Jahren nicht. Warum auch? Das am Sonntag abgelaufene Turnier mit dem überragenden Dreifach-Sieger Felix Haßmann sahen so viele Zuschauer wie noch nie. Und das, obwohl das Burgturnier zum ersten Mal nur an drei Tagen ausgetragen wurde.

Insgesamt 36 200 Besucher strömten auf das Turniergelände am Hardenberg. Am Samstag und am Sonntag war die Turnierarena am Fuße der Burgruine jeweils ausverkauft. „Die Resonanz an allen drei Tagen war erstklassig. Mehr darf man realistischer Weise wirklich nicht erwarten“, bilanzierte Kaspar Funke von der veranstaltenden Escon-Marketing Agentur.

Die Verkürzung auf nur noch drei Tage habe sich nur positiv bemerkbar gemacht, erklärte Funke. Zumal diese Reduzierung nicht aus freien Stücken zum tragen kam. Denn nur weil der Große Preis von Wiesbaden eine Woche zuvor bis einschließlich zum Pfingstmontag andauerte, verzichteten Carl Graf von Hardenberg und sein Team auf einen Tag Burgturnier.

Geringere Kosten

„Wir sind durch Wiesbaden und den Turnierplan zur Verkürzung genötigt worden“, meinte Funke. Einige Wettbewerbe mussten deshalb gestrichen werden. Insbesondere der Freitag sei aber deutlich aufgewertet worden. „Früher war der Freitag eher ein wenig Mitlaufprogramm. Jetzt war spürbar Leben in der Bude“, bilanzierte Funke. Aus vier mach drei Tage – dieses Motto soll beim Burgturnier auch in den kommenden Jahren Gültigkeit haben. „Zumal jeder Veranstaltungstag auch mit Kosten verbunden ist“, wie Funke zu bedenken gibt.

Nach dem endgültigen Gewinn der Peitsche im vergangenen Jahr durch Denis Lynch und der Anfertigung einer neuen Wandertrophäe hatten die Veranstalter eigentlich darauf gesetzt, in den kommenden Jahren keine weitere Peitsche mehr besorgen zu müssen. Doch nach dem imposanten Auftreten von Felix Haßmann, der das Burgturnier mit seinen drei Siegen im Peitschen-Rennen, dem Championat und dem Eröffnungsspringen am Freitag kurzerhand in die Haßmann-Festspiele verwandelte, sind sich die Organisatoren jetzt nicht mehr so sicher.

„Wie bei allen anderen Reitern hängt es stark davon ab, wie er künftig beritten sein wird. Das eine oder andere Pferd muss er verkaufen. Aber wenn er Cayenne WZ, das Siegerpferd aus dem Peitschen-Rennen, behält, dann wäre er auf Dauer ein sicherer Championatsreiter“, sagt Funke über Haßmann, der 50 Wochen im Jahr unterwegs ist und der auf bis zu 90 Turnieren reitet. Und wann immer die Entscheidung naht, dann ist mit Felix Haßmann fest zu rechnen. Funke: „Das Haßmann 2017 die Peitsche holen wird, ist absolut nicht ausgeschlossen.“

Von Ralf Walle

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