Vöhler Reitturnier: Plock räumt wieder ab

Schob sich in der Springprüfung der Klasse M* ganz nach vorn: der Bad Wildunger Daniel Erd auf seinem Pferd Cape Town de Pierre. Foto: zmp

Vöhl. Favoritensieg am Donnerstag in der schwierigsten Springprüfung und ein heimischer Erfolg am Samstag in der Springprüfung der Klasse M* - die beiden Auftakttage des dreitägigen Reitturniers auf dem Vöhler Homberg machten Appetit auf mehr. Zum 65. Geburtstag hatte der gastgebende Verein zahlreiche hochdotierte Prüfungen ausgeschrieben.

Die schwierigste Springprüfung in der Ederseegemeinde sicherte sich mal wieder der Borkener Frank Plock. 24 Teilnehmer gingen an den Start der Springprüfung der Klasse M**, die mit Fehler und Zeit entschieden wurde. Nach 16 der 24 Starter gab es eine Pause zur Bodenpflege. Bis dato hatte nur die Löhlbacherin Sophia Haschlar auf ihrem zwölfjährigen Wallach Ernie den Parcours fehlerfrei und sehr schnell absolviert.

Parcours zu schwer?

Auch die Schwälmerin Lena Schmid blieb ohne Abwurf, doch der Safety-First-Ritt rächte sich mit einem dreiviertel Zeitfehler. War der Parcours zu schwer? Parcourschef Lutz Altmüller verneinte das strikt. „Die Teilnehmer reiten voll auf Sieg und gehen hohes Risiko. Wer das riskiert, muss mit Fehlern rechnen“, so der Hünfelder. Nach der Pause sollten die Würfel neu gemischt werden. Shari Zey (Borken) und Kai Schrammel (Diemeltal) absolvierten den Parcours ohne Abwurf, kamen aber längst nicht an die Zeit von Haschlar heran. Stolze zwölf Sekunden fehlten dem Duo.

Als vorletzter Starter kam dann Frank Plock auf seiner neunjährigen westfälischen Stute Antonia. Nachdem der Ex-Hessenmeister mit Agatha Christy zuvor in einem waghalsigen Ritt mit einem Fehler scheiterte, riskierte er erneut alles. Ein rasantes Tempo, enge Linienführung und kurze Wendungen brachten mehrmals das Publikum zum Staunen. Und diesmal lief es glatt, das Paar blieb fehlerfrei in 61,50 Sekunden, immerhin 2,23 Sekunden besser als Haschlar.

In der Prüfung zuvor, einer Springprüfung der Klasse M*, platzierte sich der Badestädter Daniel Erd auf Wallach Cape Town de Pierre noch vor Plock. Erd durchquerte den Stangenwald um eine Sekunde schneller als Plock. Dritter wurde der S-Sieger der Vorwoche aus Bad Arolsen, Jan Kersting (Büren). Beste Amazone war Mona Pech (Bad Wildungen) auf Accorado Ass mit Rang fünf.

Noch eine Siegerschleife

Am Samstag sicherte sich der Badesstädter Erd, zugleich Top-Favorit auf den Kreismeisterschaftstitel im Springen, erneut eine Siegerschleife. Dieses Mal war es ein M*-Springen. Ebenfalls auf Cape Town de Pierre erreichte er ohne Abwurf in 57,69 Sekunden das Ziel. Mit seiner Holsteiner-Stute Cool Cosy Girl blieb Erd ebenfalls fehlerfrei in 60,43 Sekunden. Da außer dem Badestädter kein anderer der 24 Teilnehmer an die beiden Zeiten herankam, durfte sich Daniel Erd sogar über einen Doppelsieg freuen.

Dritter wurde der Liebenauer Herbert Bolse. Aus heimischer Sicht wurden noch Richard Friedrich (5.) und Mona Pech (8.) platziert. In der davor ausgetragenen Zeitspringprüfung der Klasse L belegte Daniel Hocke (Korbach) als beste heimische Teilnehmerin Rang zwei. Zuvor hatte die junge Amazone eine Stilspringprüfung der Klasse L gewonnen. Jubel auch beim Veranstalter über einen Podestplatz. Lea-Sophie Klaus wurde auf ihrer Stute Freestyle mit der Maximalpunktausbeute Dritte.

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