Reiten: Veranstalter mit positivem Burgturnier-Fazit / Bestes Peitschen-Rennen seit Jahren

„Wir machen fifty-fifty“

Der Termin für die 38. Auflage steht schon fest: Dirk Klapproth und seine Sprinreiter-Kollegen werden 2016 vom 19. bis zum 22. Mai auf dem Hardenberg reiten. Foto: Jelinek/gsd

Nörten-Hardenberg. Die Goldene Peitsche ist in Irland, aber die Freunde des Reitsports müssen sich keine Sorgen über die Zukunft des Burgturniers machen. Auch im kommenden Jahr dürfen sie sich wieder auf das dreitägige Springreiterturnier in Nörten-Hardenberg freuen. „Den Termin haben wir schon auf das dritte Maiwochenende festgelegt“, verriet Turnierleiter Dr. Kaspar Funke am Sonntagabend im Rahmen der abschließenden Pressekonferenz. Die 38. Auflage des Traditionsturniers wird demnach vom 19. bis 22. Mai 2016 ausgetragen.

Der tragische Todesfall des Springreiters aus Einbeck sorgte am Freitag für einen Schock bei allen Beteiligten. Am Sonntagmittag wurde dem Verstorbenen im Rahmen der Siegerehrung zur Amateur-Springreiter-Club-Trophy-Finale gedacht. Die drei Medaillengewinner ritten auf ihren Pferden ein, die übrigen Starter kamen zu Fuß auf den Turnierplatz. Nach einer Schweigeminute folgte die Ehrenrunde der Sieger ohne Musik.

Mehr als 38 000 Besucher

Mit der am Sonntag beendeten 37. Auflage waren die Veranstalter zufrieden. „Wir hatten durch die Bank am Samstag und Sonntag volle Ränge. Die Tribünen waren auch am Donnerstag und Freitag besser gefüllt als in 2014“, sagte Funke. Mit den Besuchern der Gartenausstellung Klassika strömten nach Angaben des Veranstalters rund 38 000 Besucher auf das Turniergelände.

Und auch sportlich zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. „Ein Finale im Peitschen-Springen auf diesem Niveau wünscht man sich natürlich. Das war das beste Stechen der vergangenen Jahre, einfach spitze“, bilanzierte Funke.

Mit einem souveränen Sieger Denis Lynch. Der Ire hatte sollte zeitgleich in Schanghai starten. Ein Turnier, das finanziell lukrativer ist. Doch Lynch entschied sich für Nörten-Hardenberg, verzichtete auf Geld. „Er hat mir dies schon im Vorfeld angekündigt. Auch, dass er mit den besten Pferden kommen würde. Da habe ich gemerkt, der kommt nicht einfach nur zum Spaß hier her. Der hatte wirklich etwas vor“, erklärte Funke. Und weil der Turnierleiter mit Gastgeber Carl Graf von Hardenberg wettete, Lynch würde die Peitsche verteidigen, ist er nun um 500 Euro reicher. „Wir machen aber fifty-fifty“, scherzte Lynch nach der Siegerehrung.

Wie angekündigt wird Funke das gewonnene Geld aber für einen guten Zweck spenden. „Mal sehen, was es werden wird. Ich habe spontan die Idee, einen Reit-Lehrgang für Jugendliche in anzubieten. Mit einem prominenten Reiter“, sagte der Turnierleiter und ergänzte. „Ich werde die Kosten übernehmen. Auch wenn wenn sich das für mich schon wieder nach einem Verlustgeschäft anhört.“

Von Ralf Walle

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