Silberne Peitsche: Christiane Boos und Henrike-Sophie Boy qualifizieren sich für das Finale

Zwei Reiterinnen vorn

Als Zweite qualifiziert: Henrike Sophie Boy kam in der Qualifikation für das Finale um die Silberne Peitsche am Sonntag auf ihrem Sportpferd Saint Salima zwar fehlerfrei ins Ziel, war aber etwas langsamer als die Siegerin. Foto: Niesen

Nörten. Springreiterin Christiane Boos (43) strahlte über das ganze Gesicht: Gerade hatte sie mit ihrem 16-jährigen Holsteiner Wallach Kilar die erste Qualifikation für das Finale der Silbernen Peitsche am Sonntag, 21. Mai, um 10 Uhr beim Hardenberger Burgturnier gewonnen.

Mit einer Nullerrunde in 53,43 Sekunden verwies sie die 16 Jahre alte Hildesheimerin Henrike-Sophie Boy mit ihrem elfjährigen Oldenburger Sportpferd Saint Salima auf den zweiten Platz verwiesen. Die beiden blieben ebenfalls fehlerfrei, benötigten mit 55,09 Punkten aber geringfügig mehr Zeit. Platz drei belegte Michael Wittschier, der Lebensgefährte von Christiane Boos, mit der zwölfjährigen Hannoveraner Stute Galaxy Hs. Die beiden waren ebenfalls ohne Abwurf. Auf der 360 Meter langen Runde mit zehn Hindernissen und elf Sprüngen war das Paar 56,43 Sekunden unterwegs.

Burgturnier gutes Pflaster

Für Christiane Boos und ihrem Kilar ist das Burgturnier offenbar ein gutes Pflaster. Im vergangenen Jahr ritt sie mit ihm ins Finale der Silbernen Peitsche bereits auf den zweiten Platz. „Es war mein zweites Turnier mit Kilar und dann haben wir gleich den zweiten Platz gemacht“, freut sich die Springreiterin aus Prüm in der Eifel noch heute.

Ihr Partner Michael Wittschier hat es dagegen mit der Zahl drei. Gestern wurde er mit Galaxy Hs Dritter in der Quali. Vergangenes Jahr landete er mit seinem Pferd Avanti auf dem 3. Platz des Finales.

Angesichts ihres vielversprechenden Ergebnisses in der Quali will Christiane Boos im Finale am Sonntag angreifen. „Kilar und ich kennen uns inzwischen besser“, vertraut sie auf die Erfahrungen des Pferdes, das bei Weltcup-Einsätzen und Nationenpreisen schon erfolgreich war. Aber, schränkt sie realistisch ein: „Glück gehört natürlich auch dazu.“

Dieses Glück war mit der Hildesheimerin Henrike-Sophie Boy, die mit ihrer Stute mit einem Nuller in 55.09 Sekunden ordentlich vorgelegt hat. Das gerade mal 16 Jahre alte Leichtgewicht, das nach den Worten ihrer Mutter Karina Boy gerade mal 43 Kilogramm auf die Waage bringt und für die Löwen-Classics Braunschweig startet, war das erste Mal beim Burgturnier am Start. Sie hatte im September vergangenen Jahres in Einbeck das Finale des in Südniedersachsen ausgetragenen Con-Moto-Cups gewonnen und damit eine Wild Card für das Burgturnier erhalten.

Nur zwölf Starter zugelassen

Diese Chance nutzte sie mit Saint Salima. Die Stute, die ihre Mutter zuvor bis zur Klasse L geritten hatte, hat Henrike-Sophie Boy selbst bis zur Klasse S ausgebildet. In der Altersklasse Children gehörte sie zum hannoverschen Landeskader.

Die Paare auf den ersten drei Plätzen haben ihre Startplätze beim Finale am Sonntag sicher. Zugelassen werden nur zwölf Starter, die nach einem Punktesystem in den beiden Qualifikationsprüfungen bewertet werden.

Vorjahressieger Frank Boerhof mit seinem 13jährigen holländischen Wallach hatte mit dem Ausgang der 1. Qualifikation nichts zu tun. Wie drei weitere Reiter konnte er seine Runde nicht beenden und schied aus. (zhp)

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