„GGgolf“ für mehr Konzentration

Robert Borja vom TSV Grebendorf entwickelt neue Sportart

Wolfgang Brandt (links) und Jan Möller.
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Probierten „GGgolf“ direkt aus: Wolfgang Brandt (links) und Jan Möller spielten eine Runde der von Borja entwickelten Sportart in ihrem Hinterhof.

Beim Taekwondo kommt es neben Disziplin und hartem Training auch auf Konzentration an. Um diese in seinen Trainings spielerisch und mit Spaß zu fördern, hat sich Taekwondo-Meister Robert Borja vom TSV Grebendorf eine eigene Sportart ausgedacht: das „GGgolf“.

Grebendorf ‒ Laut dem 65-Jährigen können Personen jeder Altersklasse den Sport spielen. Vorerfahrung im Taekwondo ist nicht notwendig. Und: „Die Sportart ist auch in Coronazeiten kein Problem und kann jederzeit mit genügend Abstand gespielt werden“, verrät Borja. Um die Namensgebung und den Prozess, der dahintersteckt, macht Borja aber noch ein Geheimnis. Erst in den kommenden Wochen will er aufzeigen, was hinter der Bezeichnung „GGgolf“ steckt.

Doch worum geht es bei der Sportart jetzt genau? Das erklärt Taekwondo-Meister Borja, der im vergangenen Jahr nach spontanem Bitten der Mutter eines Schülers die entsprechende Abteilung in Grebendorf übernahm: „Die Regeln sind einfach und auch das benötigte Equipment ist sehr günstig. Alles zusammen kostet deutlich weniger als ein paar Sportschuhe.“

Für jeden geeignet

„GGgolf“ eignet sich für zwei bis fünf Spieler. Jeder benötigt einen Golfschläger – Borja empfiehlt hier ein Siebener-Eisen – dazu drei Bälle aus Plastik oder Schaumstoff, eine kleine Matte und optional ein Golf-Tee für einen leichteren Abschlag. „Zusätzlich benötigen wir drei konzentrische Kreise als Ziel – also Kreise unterschiedlicher Größe, die sich ineinander befinden. Diese geben unterschiedlich viele Punkte und können beispielsweise aus einem Gartenschlauch hergestellt werden“, sagt Borja.

Ein Spiel „GGgolf“ dauere laut Borja maximal 15 Minuten. Insgesamt gibt es drei Positionen, von denen jeder Spieler je drei Bälle auf die Ziel-Kreise schlägt. Der größte Kreis gibt dabei einen Punkt, der mittlere zwei und der kleinste drei Punkte. Nachdem jeder Spieler seine neun Bälle geschlagen hat, werden die Punkte jedes Spielers zusammenaddiert. Die höchste Punktzahl gewinnt. Bei einem Unentschieden schlagen die gleichplatzierten Spieler abwechselnd einen Ball von einer der Positionen, wer am höchsten punktet, entscheidet das „Sudden Death“ für sich.

„Das Gute ist, dass man den Sport auf den Erfahrungsstand der Teilnehmer anpassen kann. Ungeübte Spieler gehen näher an die Ziele ran, trainierte Personen wählen einen größeren Abstand“, sagt Borja. Auch die Größe der Kreise lasse sich anpassen. Und weiterhin könne man das Spiel dank der Matte, von der man die Bälle abschlägt, drinnen oder draußen spielen.

„Ich merke beim Taekwondo oft, dass den Schülern die Konzentration fehlt. Mit dieser Sportart kann man diese ganz leicht und mit viel Spaß fördern“, erklärt Borja die Vorzüge des „GGgolf“.

Intensive Recherche

Der Taekwondo-Meister berichtet, dass er intensiv im Internet recherchiert und noch keine Sportart entdeckt habe, die dem „GGgolf“ zu sehr gleicht. Aus diesem Grund habe er bereits einen Antrag auf Registrierung des Sports beim Sportwissenschaftsverzeichnis „Top End Sports“ gestellt.

In der vergangenen Woche übte Borja das „GGgolf“ erstmals im Training mit seinen Taekwondo-Schülern. Und schon vorher war er sich sicher: „Das wird allen viel Spaß machen.“

Um seine neue Sportart zu fördern, will Borja im September 2021 einen Wettkampf im „GGgolf“ veranstalten. Weitere Informationen werden im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht. Wer Probleme bei der Beschaffung der Spielutensilien hat, kann sich über ponixpres@yahoo.com direkt bei Borja melden. (Kevin Hildebrand)

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