Philippsthals Trainer macht den Weg frei

Fußball-Kreisoberliga: Ruchs Rücktritt und eine Rückkehr

Trainer Gerd Ruch ist beim VfL Philippsthal überraschend zurückgetreten.
+
Trainer Gerd Ruch ist beim VfL Philippsthal überraschend zurückgetreten.

Die Rückkehr von Thorsten Heiderich als Trainer von Dittlofrod/Körnbach nach Hohenroda und der überraschende Rücktritt von Philippsthals Gerd Ruch stehen in der Fußball-Kreisoberliga diesmal im Blickpunkt.

Hersfeld-Rotenburg – Paukenschlag vor dem nächsten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga: Gerd Ruch, der dienstälteste Trainer der Liga, ist beim VfL Philippsthal zurückgetreten.

Die Kreisoberliga geht bereits am Freitag mit den Partien zwischen der SG Niederaula/Kerspenhausen und der SG Haunetal (18 Uhr), sowie SG Neuenstein gegen SG Niederjossa/Breitenbach (19 Uhr in Untergeis) in die nächste Runde.

„Das kommt zwar für viele jetzt wohl überraschend, aber ich denke, es ist die letzte Patrone, die ich noch hatte, um für einen Hallo-Wach-Effekt zu sorgen“, sagt Ruch. 2017 hatte er Philippsthal übernommen und den VfL zurück in die Kreisoberliga geführt. Er habe das Gefühl gehabt, nicht mehr richtig an die Mannschaft heranzukommen. „Nach vier, fünf Jahren kann eine gewisse Abnutzung entstehen. In den letzten Spielen hat die Mannschaft absolut nicht mehr das umgesetzt, was wir uns gemeinsam vorgenommen hatten“, sagt der 58-Jährige.

Ruch hofft, dass der VfL – wie angestrebt – in dieser Saison einen ordentlichen Mittelfeldplatz erreichen wird. Der Anfang soll am Sonntag (15.30 Uhr, Reilos) im Auswärtsspiel bei der SG MMR gemacht werden. Dann werden die ehemaligen Spieler Christoph Voland und Markus Kranz zunächst die sportliche Verantwortung übernehmen.

„Für uns kommt das aus heiterem Himmel. Wir finden es äußerst traurig, aber nun müssen wir mit der Tatsache leben“, wird Vorstandsmitglied Voland auf einem Internetportal zitiert.

Vier Siege und ein Remis – die SG Dittlofrod/Körnbach ist sehr gut aus den Startlöchern gekommen und punktgleich mit dem FSV Hohe Luft Tabellenzweiter. Am Sonntag, schon um 15 (!) Uhr und nicht um 15.30 Uhr, tritt die Eiterfelder Spielgemeinschaft zum Spitzenspiel bei der ebenfalls punktgleichen FSG Hohenroda in Ransbach an. Und einer kennt sich dort besonders gut aus: Thorsten Heiderich. Dittlofrods Trainer war mit Unterbrechung länger als fünf Jahre Trainer der FSG. Hatte seinerzeit mit nahezu identischer Mannschaft den Durchmarsch von der A-Liga bis in die Gruppenliga geschafft. Zudem stammt die Mutter des 51-Jährigen aus Ransbach.

Thorsten Heiderich (links), hier noch im Dress der FSG Hohenroda, tritt mit Dittlofrod/Körnbach bei seinem langjährigen Ex-Klub an.

Heiderich ist sich der Schwere der sonntäglichen Aufgabe bewusst. „Das wird sicher ein sehr köperintensives Spiel. Dafür ist Hohenroda ja bekannt“, sagt er. Und: „Der Platz in Ransbach ist eng, von den Zuschauern werden Emotionen hereingetragen. Es wird sicher ein interessantes Duell auf Augenhöhe“, vermutet er.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der ehemalige Klasse-Keeper absolut zufrieden. „Es läuft rund, und wir haben die Doppelspieltage bislang wirklich gut verkraftet“, sagt er und will über eventuelle Ausfälle deshalb gar nicht erst sprechen. Die volle Ausbeute von sechs Punkten sprang am vergangenen Wochenende heraus, darunter am Sonntag der 3:2-Erfolg in Niederaula – Heiderichs Herzensklub, bei dem er seine Glanzzeit als Torhüter erlebte.

Im Doppeleinsatz ist an diesem Wochenende als eines von vier Teams die SG Haunetal. Und es warten zwei schwere Aufgaben auf Spielertrainer Denis Masic und seine Mannschaft: Am Freitag muss der Tabellenzwölfte – wie eingangs erwähnt – beim Topfavoriten in Niederaula antreten. Am Sonntag, 15.30 Uhr, ist dann die ebenfalls ambitionierte SG Neuenstein zu Gast in Wehrda.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.