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Nachspielzeit: Rückkehr, Revolution, Ronaldo

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Sportredakteur Rainer Henkel
Rainer Henkel © Thomas Walger

In dieser Wochenen-Kolumne geht es um junge Fußball-Schiris, Tischtennis und die Weltmeisterschaft in Katar.

Der Fußball ist zurück – endgültig. Nach Hessen- und Gruppenligisten greifen nun auch die Teams auf Kreisebene wieder ins Geschehen ein.

Es wird weiter gezittert werden dabei. Denn dass Corona nicht vorbei ist, nur weil vielerorts Regelungen und Masken fallen, dürfte wohl jeder verstanden haben. Wer das nicht glauben mag, dem sei ein Blick zum Handball empfohlen – dort hatten die Mannschaften ihre liebe Mühe, ihre Runden in der vorgeschriebenen Zeitspannen zu Ende zu bringen.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang aber eine Meldung aus dieser Woche: Im Kreis gibt es elf neue, junge Schiedsrichter. Menschen also, die es auf sich nehmen, im oftmals rauen Umfeld eines Kicks auf Kreisebene zu bestehen. Allen „Ey, Schiri!“-Rufern sei empfohlen: Gebt den Jungs Zeit. Und: Keiner von ihnen pfeift absichtlich gegen euren Verein.

Nichts weniger als eine Revolution ist das, was den Tischtennisspielern in den kommenden Jahren bevorsteht. In unserer heutigen Ausgabe steht es – erst auf Hessen- und Verbandsebene, bald aber auch in den unteren Klassen, sollen aus Sechserteams Vierermannschaften werden.

Das war umstritten und wird es jahrelang bleiben. Von „Wir haben keine andere Wahl“ bis „Die machen unseren Sport kaputt“ wird an Urteilen alles dabei sein. Und so mancher wird den Schläger vielleicht in die Ecke pfeffern wollen.

Der Ruf geht an beide Seiten. An die Spieler: Schaut euch das doch erst mal an, ob’s wirklich so schlimm ist. Aber auch an die Funktionäre: Hört euch an, was die Spieler sagen. Und wenn die Praxis nicht hält, was die Theorie verspricht: Habt den Mut, Reformen zurückzunehmen, die nach hinten losgehen.

Ägyptens Mohamed Salah wird nicht da sein. Der Norweger Erling Haaland wird nicht auf Torejagd gehen. Zlatan Ibrahimovic, der alte Schwede, fehlt. Von Italiens EM-Helden Chiellini, Bonucci und Co. ganz zu schweigen. So langsam füllt sich das Feld der 32 Mannschaften, die im November und Dezember in Katar um den Titel des Fußball-Weltmeisters streiten – aber manch großer Name fehlt eben auch. Dass die Vorfreude sich angesichts des Austragungsorts nicht einstellen mag, muss kaum mehr betont werden. Neben der deutschen Elf schaue ich aber auf zwei Stars besonders: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind, wenn sie verletzungsfrei bleiben, wohl ein letztes Mal auf ganz großer Bühne dabei. Es wird das Ende einer langen Ära im Weltfußball werden – Gänsehaut schon jetzt garantiert. Trotz Katar.

Schönes Wochenende!

Von Rainer Henkel

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