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Auffälligkeiten der Darts-WM: Früher Rugby oder Baseball, heute im Ally Pally auf der Bühne

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Von: Maximilian Bülau

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Martin Schindler (vorn) und Gabriel Clemens.
Beide noch im Einsatz: die deutschen Darts-Profis Martin Schindler (vorn) und Gabriel Clemens. © Uwe Anspach/dpa

Seit einer Woche läuft die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace – seit jeher der Höhepunkt des Jahres dieser Sportart.

Auch drei Deutsche sind noch dabei, einer tritt heute an. Auffällig: Einige Darter haben vorher einen anderen Sport betrieben – das beweisen auch unsere Auffälligkeiten.

Der Ex-Schweißer

Gabriel Clemens, Spitzname „The German Giant“, ist die deutsche Nummer eins und größte Hoffnung bei der WM. In der Abendsession heute (ab 20 Uhr/Sport 1 und Dazn) trifft der 39-Jährige auf den Iren William O’Connor. Der Routinier hatte zuvor die 52 Matches lang ungeschlagene Teenagerin Beau Greaves (18) 3:0 nach Sätzen bezwungen. Clemens, gelernter Maschinenschlosser, der diesem Beruf derzeit nicht nachgeht und sich voll auf den Darts-Sport konzentriert, sorgte vor zwei Jahren mit dem Achtelfinal-Einzug und einem Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Peter Wright für Aufsehen. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung sagte er zuletzt, sein erlernter Beruf bringe ihm auf der Bühne erst mal nichts, er habe ja kein Schweißgerät dabei. Sollte es mit den Pfeilen nicht mehr so gut klappen, kann er sich vorstellen, zurück an die Werkbank zu gehen.

Die Ex-Eins

Michael van Gerwen war lange das Nonplusultra des Darts, führte die Weltrangliste ewig an und wurde 2012, 2014 und 2019 Weltmeister. Dann schwächelte der Niederländer, liegt in der Weltrangliste hinter Gerwyn Price und Peter Wright derzeit nur auf Rang drei. Heute steigt „Mighty Mike“ in die WM ein. In der Abendsession ist der Waliser Lewy Williams sein erster Gegner. Zuletzt zeigte sich der 33-Jährige in Bestform – und ist vor seinem Auftakt ziemlich selbstbewusst: „Ich muss nicht beweisen, dass ich besser bin als alle anderen. Denn sie wissen, dass ich der Beste bin, wenn ich mein bestes Spiel abliefere“, sagte er. Sollte er den Titel holen, dann wäre er auch wieder die Eins der Welt.

Der Ex-Rugby-Profi

Die Nummer eins ist derzeit aber noch Gerwyn Price. Der Ex-Rugby-Profi gewann sein erstes Match am Montagabend mühevoll gegen den Engländer Luke Woodhouse 3:1. Das nächste Mal steht er am 27. Dezember auf der Bühne – dann vielleicht gegen Raymond van Barneveld.

Der Ex-Handball-Profi

Morgen greift mit Florian Hempel der nächste Deutsche ein. Der Ex-Handball-Torwart spielt in der Abendsession am Donnerstag gegen den Weltranglistenfünften Luke Humphries aus England. Mit Martin Schindler ist am Freitagabend der dritte Deutsche gegen den Engländer Martin Lukeman dran.

Der Ex-Baseball-Profi

Noch ein Ex-Profisportler hat bereits einen Erfolg verbucht. Leonard Gates, 52 Jahre alt und US-Amerikaner, besiegte den Niederländer Geert Nentjes 3:1. Gates war früher Baseball-Profi. (Maximilian Bülau)

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